Gegen CD19 plus BCMA gerichtete CAR-T-Infusion ergibt hohes Ansprechen bei Myelom

  • Yan Z, et al.
  • Lancet Haematol.

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit einem rezidivierten/refraktären multiplen Myelom (r./r. MM) ergab eine kombinierte Infusion mit gegen CD19 und BCMA (B-cell maturation antigen) gerichteten humanisierten CAR-T-Zellen (Chimeric Antigen Receptor) ein hohes Gesamtansprechen bei einer geringen Inzidenz von Rezidiven während der Verlaufskontrolle.  

Warum das wichtig ist

  • Die gegen BCMA gerichtete CAR-T-Zell-Therapie hat eine Wirkung gegen MM gezeigt, ist bei einigen Patienten mit r./r.-Erkrankung jedoch nicht wirksam und wurde mit einem begrenzten Zeitraum bis zum Eintreten eines Rezidivs in Verbindung gebracht.

Studiendesign

  • Studie der Phase II zur Untersuchung einer kombinierten Infusion von humanisierten Anti-CD19- und Anti-BCMA-T-Zellen an 22 Patienten mit r./r. MM.
  • Finanzierung: National Natural Science Foundation of China; Natural Science Foundation, Key Research and Development Plan von Jiangsu.

Wesentliche Ergebnisse

  • Ansprechen:
    • 95 % Gesamtansprechen.
    • 43 % stringentes komplettes Ansprechen.
    • 14 % komplettes Ansprechen.
    • 24 % sehr gutes partielles Ansprechen (VGPR).
    • 14 % partielles Ansprechen.
    • 81 % negative minimale Resterkrankung.
  • Unter den 20 Respondern traten bei 85 Prozent während der Verlaufskontrolle (17–602 Tage) kein Rezidiv und keine Krankheitsprogression auf.
  • Patienten mit VGPR oder besserem Ansprechen wiesen ein medianes progressionsfreies Überleben (PFS) von 243 Tagen (Bereich: 49–602 Tage) auf.
  • Bei 5 Prozent der Patienten kam es zu einem Zytokin-Freisetzungssyndrom mit Schweregrad 3.
  • Bei 86 Prozent kam es zu Leukopenie mit Schweregrad 3–4, bei 62 Prozent zu einer Anämie mit Schweregrad 3 und bei 62 Prozent zu Thrombozytopenie mit Schweregrad 3–4.

Einschränkungen

  • Einarmige monozentrische Studie.