Galunisertib weist hämatologischen Nutzen bei myelodysplastischem Syndrom mit niedrigem und mittlerem Risiko auf

  • Santini V & al.
  • Clin Cancer Res
  • 03.09.2019

  • von Emily Willingham, PhD
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Bei einem myelodysplastischen Syndrom (MDS) mit niedrigem und mittlerem Risiko ist der TGF-Beta-Kinase-Inhibitor Galunisertib mit hämatologischen Verbesserungen verknüpft, einschließlich geringerer Transfusionsanforderungen.
  • Die Ergebnisse einer Studie der Phase II weisen zudem auf ein akzeptables Sicherheitsprofil hin.

Warum das wichtig ist

Wesentliche Ergebnisse

  • 24,4 Prozent (10/41) der mit Galunisertib behandelten Patienten erreichten eine erythroid-hämatologische Verbesserung gemäß den Kriterien der 2006 International Working Group.
  • Von den 28 Patienten, die stark transfusionsabhängig waren (d. h., die in den vorangegangenen 8 Wochen mindestens 4 Einheiten benötigt hatten), erreichten 9 (32,1 %) eine Verbesserung (d. h., sie benötigten mindestens 4 Einheiten weniger in den darauffolgenden 8 Wochen).
    • Bei einem Patienten kam es zu einem thrombozytären Ansprechen.
    • Es wurde kein Ansprechen von Neutrophilen festgestellt.
  • Von den 41 Patienten gaben 44 Prozent unter der höheren Galunisertib-Dosis einen signifikanten Rückgang von Ermüdungserscheinungen an (Brief Fatigue Inventory): Rückgang um 30 Prozent gegenüber dem Studienbeginn.
  • Eine Durchflusszytometrie ergab eine größere Wahrscheinlichkeit für ein Ansprechen bei Patienten mit frühzeitig blockierter Stammzelldifferenzierung.
  • Lauf den Verfassern waren normale Zytogenetik und RCMD mit einer erythroiden Verbesserung assoziiert, ebenso isolierte SF3B1-Mutationen.
  • Die häufigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse (jeweils mit Schweregrad 1 oder 2) waren Ermüdung, Diarrhö, Fieber und Erbrechen. 
  • Finanzierung: Eli Lilly and Company.

Studiendesign

  • Multizentrische Studie der Phase II mit 43 Patienten (41 erhielten 150 mg zweimal täglich, 2 erhielten 80 mg zweimal täglich) mit MDS mit sehr niedrigem bis mittlerem Risiko (Hämoglobin ≤ 10,0 g/dl).

Einschränkungen

  • Kleine Gruppen; sehr kleine Anzahl mit niedrigerer Dosis.