Galcanezumab erzielt stärkere Migränelinderung bei Patienten mit vorausgegangener erfolgloser Medikation

  • Mulleners WM & al.
  • Lancet Neurol
  • 01.10.2020

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Patienten mit episodischer oder chronischer Migräne, die nach dem Scheitern mehrerer vorausgegangener Migränebehandlungen Galcanezumab erhielten, berichteten eine signifikant größere Verringerung der monatlichen migränebedingten Kopfschmerztage als jene, die ein Placebo erhielten.
  • Je höher die Anzahl zuvor versagender Behandlungen war, desto höher war die Anzahl der verringerten Migränetage pro Monat mit Galcanezumab.

Warum das wichtig ist

  • Bei 43 % der Patienten mit Migräne sind bereits medikamentöse Behandlungen gescheitert oder wurden umgestellt.

Studiendesign

  • Multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-IIIb-Studie CONQUER.
  • 462 Patienten mit episodischer oder chronischer Migräne erhielten monatlich eine Injektion mit Placebo (n = 230) oder Galcanezumab (n = 232).
  • Finanzierung: Eli Lilly.

Wesentliche Ergebnisse

  • 58 % litten unter episodischer Migräne und 42 % unter chronischer Migräne.
  • Am häufigsten war in den zurückliegenden 10 Jahren eine Behandlung mit Topiramat (72 %) und Amitriptylin (48 %) gescheitert.
  • Bei 78 % der bereits gescheiterten Behandlungen war der Grund ein unzureichendes oder ausbleibendes Ansprechen.
  • Patienten, die Galcanezumab erhielten, wiesen im Vergleich zu Placebo eine signifikant größere Reduktion der Anzahl monatlicher migränebedingter Kopfschmerztage auf (mittlere Differenz der Veränderung: -3,1 Tage; p 
  • Bei Patienten, bei denen Medikamente aus 2, 3 oder 4 Kategorien zur Migräneprävention bereits erfolglos waren, erwies sich Galcanezumab bei der Reduzierung der Anzahl monatlicher migränebedingter Kopfschmerztage gegenüber Placebo als überlegen (-2,0 Tage, p 
  • Die behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse waren zwischen den Gruppen ähnlich.

Einschränkungen

  • Keine Daten zu Patienten mit > 4 vorausgehenden gescheiterten Medikationen.