G-BA legt Personaltableau für neue Amtsperiode fest


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Berlin (pag) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bestimmt in seiner Sitzung im Juli Personal und Zuständigkeiten für die neue Amtsperiode. Unterdessen fordern mehrere Heilmittelverbände von der Politik eine Zusammenarbeit im G-BA auf Augenhöhe. 

Im Gemeinsamen Bundesausschuss ist der unparteiische Vorsitzende, Prof. Josef Hecken, für die Arbeitsbereiche Arzneimittel, Bedarfsplanung und Zahnärztliche Behandlung zuständig und leitet die entsprechenden Unterausschüsse, teilt der G-BA mit.Das unparteiische Mitglied Dr. Monika Lelgemann übernimmt die Leitung der Unterausschüsse Methodenbewertung, Psychotherapie und Veranlasste Leistungen. Prof. Elisabeth Pott ist als weiteres unparteiisches Mitglied die Vorsitzende der Unterausschüsse Ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV), Disease-Management-Programme (DMP) und Qualitätssicherung. Lelgemann und Pott lösen Dr. Harald Deisler und Dr. Regina Klakow-Franck als Unparteiische ab. Die unparteiischen Mitglieder tragen die Prozessverantwortung für die Sachgebiete und Aufgaben, die in den Unterausschüssen bearbeitet werden. Ihre Amtszeit läuft sechs Jahre. Mit Beginn der vierten Amtsperiode am 1. Juli 2018 wurde ebenfalls die jeweilige Stellvertretung in den Unterausschüssen beschlossen.

Für ein erweitertes Anhörungsrecht im G-BA und eine stärkere Einbeziehung von Therapeuten in die politischen Entscheidungsprozesse als bisher plädieren indes neun Heilverbände in einem Positionspapier – darunter Atem-, Sprech- und Stimmlehrer, sowie Ergotherapeuten, Logopäden, Masseure und medizinische Bademeister, Physiotherapeuten und Podologen. Aufgrund des demografischen Wandels steige der Bedarf an Heilmitteltherapien weiter. Zur Optimierung der therapeutischen Patientenversorgung sei eine bestmögliche Anpassung an die neuen Anforderungen, eine „bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung“ und mehr Mitspracherecht bei politischen Entscheidungen erforderlich. Die Verbände verweisen auf eine öffentliche Äußerung Heckens, wonach dieser sich vorstellen könne, „die wachsende Bedeutung der Heilmittelerbringer in irgendeiner Form im G-BA abzubilden“.