Für U-Untersuchungen gibt es doch TSS-Aufschlag


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Berlin (pag) – Kurz vor Jahresschluss haben sich Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband auf eine Änderung geeinigt: Auch für Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern erhalten Ärzte einen Aufschlag, wenn diese über die Terminservicestelle (TSS) vermittelt wurden. Start ist Januar 2020.

 

Nach der Regelung, auf die sich die beiden Selbstverwaltungspartner geeinigt haben, können Ärzte ab dem kommenden Jahr eine Zusatzpauschale abrechnen, wenn an dem Behandlungstag nur eine U-Untersuchung erfolgt. Dazu wird die Gebührenordnungsposition (GOP) 01710 in den EBM aufgenommen. Die Höhe des Aufschlags richtet sich wie bei den anderen TSS-Zuschlägen danach, wie lange der Patient auf den Termin warten muss. 114 Punkte zusätzlich gibt es bei einem Termin innerhalb von acht Tagen, 68 Punkte bei einer Wartezeit von neun bis 14 Tagen und 45 Punkte bei 15 bis 35 Tagen. Erster Zähltag ist auch hier der Tag der Kontaktaufnahme des Patienten bei der TSS. Nach Mitteilung der KBV ist die Zusatzpauschale von Kinder- und Jugendärzten, Hausärzten, Gynäkologen, Orthopäden, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten sowie von Phoniatern abrechenbar. Die Pauschale ersetzt bei den U-Untersuchungen die zeitgestaffelten Zuschläge zur Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale.

Für ermächtige Ärzte, Institute beziehungsweise Krankenhäuser, die ausgewählte Leistungen ambulant vornehmen („Teil-Ermächtigte“), werden zudem zwei neue GOP in den EBM aufgenommen: Die 01322 als Zuschlag zur GOP 01320 und die 01323 als Zuschlag zur GOP 01321. Beide EBM-Ziffern sind für Patienten, die über die TSS vermittelt werden, einmal im Arztgruppenfall berechnungsfähig. Die Höhe der Bewertung ist analog zu den anderen TSS-Zuschlägen nach der Länge der Wartezeit auf einen Termin gestaffelt. Ärzte mit einem vollen Ermächtigungsumfang dürfen nach wie vor anstelle der neuen GOP 01322 und 01323, die zeitgestaffelten Zuschläge zur Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale für Patienten abrechnen, die über eine Terminservicestelle vermittelt werden.