Früherer Schwangerschaftsdiabetes verdoppelt Myokardinfarkt-Risiko bei Frauen mit T2D

  • Cui Y & al.
  • J Diabetes Complications

  • Univadis
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Bei Frauen mit Typ-2-Diabetes (T2D) wiesen diejenigen mit Schwangerschaftsdiabetes (GDM) in der Vorgeschichte ein 2,5-mal höheres Risiko für einen Myokardinfarkt (MI) auf.

Warum das wichtig ist

  • Eine gezielte Überwachung/Intervention nach der Schwangerschaft kann eine frühzeitige Abschwächung kardiovaskulärer und metabolischer Risiken ermöglichen.

Studiendesign

  • Frauen mit T2D aus der 2007–2018 US National Health and Nutrition Examination Survey wurden in 385 mit und 2.109 ohne GDM-Vorgeschichte stratifiziert.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt

Wesentliche Ergebnisse

  • Es lag kein Unterschied im HbA1c-Wert (p = 0,630) oder dem Anteil an Frauen mit einem HbA1c-Wert von ≥ 10,1 mmol/l (p = 0,234) vor.
  • Der Kreatininspiegel war bei Frauen ohne GDM-Vorgeschichte signifikant höher (Median: 0,79 vs. 0,70; p < 0,001).
  • Frauen mit GDM in der Vorgeschichte wiesen niedrigere Raten an kongestiver Herzinsuffizienz (4,8 % vs. 9,3 %; p = 0,014) und zerebrovaskulären Unfällen (4,5 % vs. 8,4 %; p = 0,007) auf.
  • Die Raten mikrovaskulärer Komplikationen, einschließlich Retinopathie und Nierenversagen, unterschieden sich nicht.
  • Nach Bereinigung um demografische Faktoren und vorliegende klinische Risikofaktoren zur Baseline wiesen Frauen mit GDM in der Vorgeschichte ein erhöhtes MI-Risiko (aOR: 2,53; 95 %-KI: 1,18–5,40) und ein grenzwertig erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheit (aOR: 2,15; 95 %-KI: 1,00–4,66) auf.
  • Bei GDM in der Vorgeschichte waren die Risiken für eine kongestive Herzinsuffizienz, einen zerebrovaskulären Unfall, eine Nierenfunktionsstörung oder eine diabetische Retinopathie erhöht.

Einschränkungen

  • Krankenvorgeschichte laut Eigenangaben
  • Beobachtungsstudie, möglicher umgekehrter Kausalzusammenhang
  • Keine Informationen zur GDM-Behandlung und der Dauer zwischen GDM-Diagnose und Datenerfassung