Frühes NSCLC: Medicaid-Empfänger und Nichtversicherte haben es schlechter

  • Stokes SM & al.
  • Surgery
  • 28.08.2018

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Patienten mit resezierbarem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), die Medicaid-Empfänger oder gar nicht versichert sind, erhalten im Vergleich zu Medicare- oder Privatversicherten signifikant seltener einen operativen Eingriff.
  • Diejenigen, die sich einem operativen Eingriff unterziehen, hatten signifikant häufiger eine Verzögerung von > 8 Wochen zwischen Diagnose und OP.

Warum das wichtig ist

  • Medicaid-Patienten hatten das schlechteste Gesamtüberleben (OS) aller Patienten, einschließlich jener ohne Versicherung.

Studiendesign

  • 240.361 Patienten mit NSCLC aus der National Cancer Database.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 68,4 % der Patienten waren Medicare-Empfänger.
  • Insgesamt 62,9 % unterzogen sich einem operativen Eingriff.
  • Einer Multivarianzanalyse zufolge hatten Medicaid-Empfänger die längste Wartezeit bis zum Erhalt irgendeiner operativen Lösung (59,7 Tage), gefolgt von nichtversicherten Patienten (57,2 Tage), Medicare-Patienten (52,4 Tage) und privatversicherten Patienten (50,2 Tage) (p 
  • Medicaid und nichtversicherte Patienten erlebten häufiger eine Verzögerung bis zur operativen Intervention von > 8 Wochen (OR: 1,64; 95 %-KI: 1,55–1,73 bzw. 1,46; 95 %-KI: 1,34–1,58) und erhielten signifikant seltener einen operativen Eingriff (OR: 0,53; 95 %-KI: 0,50–0,56 bzw. 0,50; 95 %-KI: 0,47–0,55).
  • Die Rate des 5-jährigen OS war bei Medicaid- und nichtversicherten Patienten signifikant niedriger (HR: 1,40; 95 %-KI: 1,36–1,45 bzw. 1,36; 95 %-KI: 1,30–1,43).

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.