Frühes HL im Kindesalter: zusätzliche RT nach Chemotherapie verbessert OS

  • Jhawar SR & al.
  • JAMA Oncol
  • 03.01.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Eine kombinierte Modalitätstherapie (CMT) mit einer Chemotherapie und anschließenden Radiotherapie (RT) ist bei Kindern mit Hodgkin-Lymphom (HL) im Frühstadium mit einem besseren 5-jährigen Überleben assoziiert als eine Chemotherapie allein.
  • Dennoch sank die Einsatzrate der CMT seit 2004 um 24,8 % wegen Bedenken hinsichtlich späterer Folgeschäden einer RT.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse sprechen für den Einsatz einer CMT als Versorgungsstandard oder wenigstens als Standard für klinische Studien.

Studiendesign

  • Retrospektive Beobachtungskohorte (n = 5.657) pädiatrischer Patienten (Alter: 0,1–21 Jahre) mit klassischem HL im Stadium I oder II aus der US-amerikanischen National Cancer Database.
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 5,1 Jahre.
  • Eine CMT war mit einem überlegenen 5-jährigen Gesamtüberleben (OS) assoziiert (97,3 % vs. 94,5 % mit Chemotherapie allein), das in einer multivariaten Analyse eine adjustierte HR (aHR) von 0,57 aufwies (p 
  • Den größten Überlebensnutzen durch eine CMT hatten laut einer Sensitivitätsanalyse Jugendliche und junge Erwachsene (aHR: 0,47; p 
  • Von 2004 bis 2015 nahm der Einsatz einer CMT um 24,8 % ab (von 59,7 % auf 34,9 %).

Einschränkungen

  • Retrospektives beobachtendes Design.
  • Die Toxizität wurde nicht untersucht.