„Frühaufsteherinnen“ haben niedrigeres Risiko für Brustkrebs

  • Richmond RC & al.
  • BMJ
  • 26.06.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Frühes Aufstehen kann unter Umständen vor Brustkrebs schützen, während Langschlafen das Risiko erhöhen könnte, so eine Analyse mit Mendelscher Randomisierung (MR) von 2 großen britischen Datensätzen.

Warum das wichtig ist

  • Erwägen Sie, Ihre Patientinnen darüber zu informieren, dass bestimmte Schlafeigenschaften veränderbare Risikofaktoren sind.

Studiendesign

  • MR-Analysen (Untersuchung der kausalen Zusammenhänge) der prospektiven UK Biobank (n = 7.784 Brustkrebsfälle) und des Breast Cancer Association Consortium (BCAC: 122.977 Fälle; 105.974 Kontrollpersonen).
  • Schlafeigenschaften: Chronotyp (Frühaufsteherin oder Langschläferin), Schlaflosigkeit: Schlafdauer in einer multivariablen Regression (GB-Biobank).
  • Die MR-Analyse zieht Nukleotid-Polymorphismen (SNP) in Verbindung mit spezifischen Schlafeigenschaften in genomweiten Assoziationsstudien (UK Biobank und BCAC) heran.
  • Finanzierung: NIH; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Frühaufsteherinnen bzw. Langschläferinnen waren in einer multivariablen Regressionsanalyse der UK Biobank umgekehrt mit der Inzidenz von Brustkrebs assoziiert (HR: 0,95; 95 %-KI: 0,93–0,98/Kategorie-Erhöhung).
  • In einer MR-Analyse der UK Biobank mit 1 Stichprobe unterstützten 341 chronotyp-assoziierte SNP Frühaufstehen als schützende Wirkung (HR: 0,85; 95 %-KI: 0,70–1,03/Kategorie-Erhöhung).
  • In der BCAC-Analyse sprach die MR-Analyse von 2 Stichproben für Frühaufstehen als schützende Wirkung (OR: 0,88; 95 %-KI: 0,82–0,93/Kategorie-Erhöhung) und für Langschlafen als Negativeffekt (> 8 vs. 7–8 Stunden; OR: 1,19; 95 %-KI: 1,02–1,39/Stunden-Erhöhung).
  • Schlaflosigkeit war in beiden Datenbanken nicht mit Brustkrebs assoziiert.

Einschränkungen

  • Schlafeigenschaften nach Eigenangaben.