Frailty und Vorhofflimmern können eine tödliche Kombination sein

  • Proietti M & al.
  • Ageing Res Rev

  • Univadis
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Frailty (Gebrechlichkeit) betrifft etwa 40 % der Patienten mit Vorhofflimmern (VHF), und gebrechliche Patienten haben ein über 5-mal höheres Sterberisiko.
  • Die Autoren empfehlen, dass alle älteren Patienten mit VHF eine Beurteilung ihres Frailtysstatus und eine maßgeschneiderte Intervention erhalten.

Warum das wichtig ist

  • Frailty ist ein komplexer Zustand, der eine verminderte physiologische Reserve, eine erhöhte Anfälligkeit für Stressfaktoren und schlechtere klinische Therapieergebnisse umfasst.
  • Die Art und Weise, wie Frailty und VHF interagieren, ist bisher nicht vollständig beschrieben.

Wesentliche Ergebnisse

  • Prävalenz bei Patienten mit VHF:
    • Frailty: 39,7 % (95 %-KI: 29,9–50,5 %)
    • Prefrailty (gepoolt): 35,0 % (95 %-KI: 26,1–45,1 %)
  • Frailty war mit Schlaganfall, Hypertonie, Diabetes, kongestiver Herzinsuffizienz und peripherer Gefäßerkrankung assoziiert.
  • Bei allen Patienten mit VHF (nicht nur bei Patienten mit hohem thromboembolischen Risiko) war die Wahrscheinlichkeit, ein orales Antikoagulans (OAC) verschrieben zu bekommen, bei gebrechlichen Patienten im Vergleich zu robusten Patienten um 30 % geringer.
  • ORs bei Frailty vs. Robustheit:
    • Mortalität jeglicher Ursache: 5,56 (95 %-KI: 3,46–8,94)
    • Schlaganfall: 1,59 (95 %-KI: 1,00–2,52)
    • Blutung: 1,64 (95 %-KI: 1,11–2,41)

Studiendesign

  • Systematische Überprüfung von 33 Studien, die Frailty bei Patienten mit Vorhofflimmern berichteten (n = 1.187.651)
  • Ergebnis: Frailty-Prävalenz, Komorbiditäten, OAK-Verordnungsmuster und klinische Ergebnisse
  • Finanzierung: Keine

Einschränkungen

  • Hohe Heterogenität