Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Pazopanib-Erhaltungstherapie fällt in Phase 3-Studie durch

  • Vergote I & et al
  • Gynecol Oncol
  • 10.09.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Erhaltungstherapie mit Pazopanib verlängerte nicht das Überleben in einer Phase 3-Studie an Patientinnen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Ovarialkarzinom.

Warum das wichtig ist

  • Die primäre Analyse zeigte einen PFS-Benefit unter Pazopanib-Erhaltungstherapie.

Studiendesign

  • Finale OS-Analyse der Phase 3-Studie AGO-OVAR16 mit 940 Patientinnen, bei denen ein Ovarialkarzinom im International Federation of Gynecology and Obstetrics (FIGO)-Stadium II-IV neu diagnostiziert worden war.
  • Die Teilnehmerinnen wurden randomisiert bis zu 24 Monate nach primärer Behandlung einer Erhaltungstherapie mit Pazopanib (n=472) oder Placebo (n=468) zugeteilt.
  • Finanzierung: GlaxoSmithKline; Novartis.

Wesentliche Ergebnisse

  • 89,7% der geplanten 551 Ereignisse waren eingetreten.
  • OS war vergleichbar unter Pazopanib und Placebo (59,1 vs. 64,0 Monate; HR 0,960; P=0,6431):
    • Nicht-ostasiatische Patientinnen: HR 0,896 (P=0,2616).
    • Ostasiatische Patientinnen: HR 1,332 (P=0,1916).
  • In der Pazopanib-Gruppe erhielten weniger Patientinnen ≥1 anschließende Krebstherapie (65% vs. 72%) und Chemotherapie (62% vs. 70%). 
  • Die mittlere Dauer bis zur anschließenden Therapie oder zum Tod war signifikant länger unter Pazopanib als unter Placebo (19,0 vs. 14,5 Monate; HR 0,829; P=0,0135).
  • Es wurden keine neuen Sicherheitssignale beobachtet.

Einschränkungen

  • Die Studie wurde wegen Nutzlosigkeit abgebrochen.