Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Erhaltungstherapie mit Olaparib verlängert PFS in allen Subgruppen

  • DiSilvestro P & et al.
  • J Clin Oncol
  • 04.08.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Die Erhaltungstherapie mit Olaparib verbessert das PFS bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Ovarialkarzinom signifikant, unabhängig vom Operationszeitpunkt, Resterkrankungsstatus nach Operation, Ansprechen nach platinbasierter Chemotherapie oder Art der BRCA-Mutation.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse zeigen, dass Patientinnen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Ovarialkarzinom unabhängig von den Ausgangswerten nach Operation und Chemotherapie oder dem BRCA-Mutationstyp ein hohes Risiko für eine Krankheitsprogression haben und von einer Olaparib-Erhaltungstherapie profitieren.

Studiendesign

  • Vordefinierte Subgruppenanalyse der multizentrischen, randomisierten, doppelblinden Phase 3-Studie SOLO1.
  • 391 Patienten wurden nach platinbasierter Erstlinien-Chemotherapie randomisiert 2:1 einer Erhaltungstherapie mit Olaparib oder Placebo zugeteilt.
  • Finanzierung: AstraZeneca.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mittlere Follow-up war etwa 41 Monate in der Olaparib- und Placebo-Gruppe.
  • Die Erhaltungstherapie mit Olaparib reduzierte signifikant das Risiko für Progression oder Tod vs. Placebo in den Patienten-Untergruppen:
    • Upfront-Operation (HR 0,31; 95% KI 0,21-0,46) und Intervall-Operation (HR 0,37; 95% KI 0,24-0,58).
    • Resterkrankung (HR 0,44; 95% KI 0,25-0,77) und keine Resterkrankung (HR 0,33; 95% KI 0,23-0,46) nach Operation und kompletter Response (HR 0,34; 95% KI 0,24-0,47) und partieller Response (HR 0,31; 95% KI 0,18-0,52) bei Studienbeginn.
    • BRCA1- (HR 0,41; 95% KI 0,30-0,56) und BRCA2- (HR 0,20; 95% KI 0,10-0,37) Mutation.

Einschränkungen

  • Kleine Patientenzahl in einigen Subgruppen.