Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Bevacizumab-Verlängerung zeigt keinen Vorteil

  • Petra Kittner
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Die Verlängerung der Bevacizumab-Behandlungsdauer auf 30 Monate verbessert weder das PFS oder OS, noch die objektive Ansprechrate im Vergleich zu einer 15-monatigen Standardbehandlung bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem epithelialem Eierstock-, Eileiter- oder Peritonealkarzinom, die sich einer Operation mit anschließender Chemotherapie plus Bevacizumab unterziehen.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse zeigen, dass eine Verlängerung der Bevacizumab-Dauer keinen klinischen Nutzen hat; daher bleibt die zugelassene Bevacizumab-Dauer (15 Monate) die Standardbehandlung.

Studiendesign

  • Die multizentrische, offene, randomisierte Phase 3-Studie AGO-OVAR 17 BOOST/GINECO OV118/ENGOT Ov-15 umfasste 927 Frauen mit neu diagnostiziertem epithelialem Eierstock-, Eileiter- oder Peritonealkarzinom im Stadium IIB-IV der International Federation of Gynecology and Obstetrics, die sich einer primären zytoreduktiven Operation unterzogen und randomisiert einer Chemotherapie zusammen mit einer 15-monatigen (Standard) oder 30-monatigen (verlängerten) Bevacizumab-Behandlung zugeteilt wurden.
  • Finanzierung: F. Hoffmann-La Roche Ltd.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mittlere Nachbeobachtungsdauer betrug 85 Monate.
  • Bei den Patientinnen, die eine Standardbehandlung mit Bevacizumab erhielten, gab es im Vergleich zu einer verlängerten Behandlung keinen signifikanten Unterschied hinsichtlich:
    • Medianem PFS (24,2 vs. 26,0 Monate; HR 0,99; p=0,90).
    • Medianem OS (54,3 vs. 60,0 Monate; HR 1,04; p=0,68).
    • Objektiver Ansprechrate (26% vs. 27%; p=0,87).
  • Die Rate an unerwünschten Ereignissen ≥ Grad 3 betrug 63% unter Standardbehandlung gegenüber 68% unter verlängerter Bevacizumab-Behandlung. 
  • Schwerwiegende/nicht schwerwiegende unerwünschte Ereignisse von besonderem Interesse traten bei 29% unter Standardbehandlung und 34% unter der verlängerten Behandlung auf.

Einschränkungen

  • Offenes Studiendesign.
  • Der BRCA-Mutationsstatus war unbekannt.