Fortgeschrittenes metastatisches Ösophaguskarzinom: Pembrolizumab vielversprechend in Phase-II-Studie KEYNOTE-180

  • Shah MA & al.
  • JAMA Oncol
  • 20.12.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Pembrolizumab, ein Inhibitor des programmierten Zelltodliganden-1 (PD-L1), wies bei intensiv vorbehandeltem, fortgeschrittenen, metastastischen Ösophaguskarzinom in einer Phase-II-Studie eine allgemeine objektive Ansprechrate (ORR) von 9,1 % auf, mit beherrschbarer Toxizität.
  • Die ORR war bei Patienten mit fortgeschrittenem, metastatischen Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre (ESCC) höher als bei Patienten mit fortgeschrittenem, metastatischen Adenokarzinom der Speiseröhre und des gastroösophagealen Übergangs.

Warum das wichtig ist

  • Die Behandlungsoptionen für fortgeschrittenen, metastatischen ESCC und Adenome sind rar.
  • Derzeit läuft noch eine Phase-III-Studie zu Pembrolizumab.

Studiendesign

  • Einarmige, multizentrische Phase-II-Studie KEYNOTE-180 (Eine Phase-II-Studie zu Pembrolizumab als Monotherapie in der Drittlinie bei vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem/metastatischem Adenokarzinom des gastroösophagealen Übergangs vom Siewert-Typ I) mit Patienten (n = 121) mit fortgeschrittenem, metastatischen Ösophaguskarzinom, die nach ≥ 2 Linien einer systemischen Therapie eine Krankheitsprogression erlitten.
  • Das ORR, der primäre Endpunkt, wurde mittels zentraler Auswertung von bildgebenden Verfahren anhand der RECIST-Kriterien bestimmt.
  • Finanzierung: MSD.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mittlere Nachbeobachtungsdauer lag bei 5,8 Monaten.
  • 47,9 % der Patienten hatten PD-L1+ Tumore.
  • In der Gesamtkohorte lag das ORR bei 9,9 % (95 %-KI: 5,2 %–16,7 %), mit einer medianen Dauer bis zum Ansprechen von 4,1 Monaten. Unter den Subgruppen variierten die Ergebnisse jedoch:
    • ESCC-Patienten: ORR: 14,3 % (95 %-KI: 6,7 %–25,4 %)
    • Adenokarzinom-Patienten: ORR: 5,2 % (95 %-KI: 1,1 %–14,4 %)
    • PD-L1+ Patienten: ORR: 13,8 % (95 %-KI: 6,1 %–-25,4 %) und
    • PD-L1- Patienten: ORR: 6,3 % ORR (95 %-KI: 1,8 %–15,5 %).
  • 12,4 % der Patienten hatten behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse von Grad 3–5, mit 1 Sterbefall aufgrund Pneumonitis.

Einschränkungen

  • Einarmiges, offenes Studiendesign.