Fortgeschrittenes Melanom: Immuntherapien im Praxisalltag bevorzugt

  • Cowey CL & al.
  • Medicine (Baltimore)
  • 01.07.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Therapien mit PD1-Inhibitoren, Ipilimumab und BRAF/MEK-Inhibitoren werden bei Patienten mit fortgeschrittenem Melanom am häufigsten eingesetzt, die laut Realdaten aus dem US Oncology Network ein medianes Gesamtüberleben (OS) von 20,7 Monaten aufweisen.

Warum das wichtig ist

  • Für fortgeschrittenes Melanom gibt es seit den letzten Jahren mehr Behandlungsoptionen, daher sind Nachweise zur Behandlung und den Ergebnissen aus der Alltagspraxis notwendig.

Wesentliche Ergebnisse

  • Als Erstlinientherapie erhielten 37,0 % der Patienten eine Monotherapie mit einem PD1-Inhibitor, 26,4 % eine Ipilimumab-Monotherapie, 19,8 % eine Kombination aus BRAF/MEK-Inhibitoren, 6,4 % eine BRAF- oder MEK-Monotherapie, 4,1 % eine Ipilimumab/Nivolumab-Kombinationstherapie und 6,2 % eine andere Therapie.
  • 93,2 % der Patienten brachen die Erstlinientherapie ab; die häufigsten Gründe waren Krankheitsprogression (33,0 %), behandlungsbedingte Toxizität (16,6 %) und Tod (12,2 %).
  • Das mediane OS betrug 20,7 Monate (95 %-KI: 16,0–26,8), das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) 4,9 Monate (95 %-KI: 4,2–5,7) und die mediane Dauer bis zur nächsten Behandlung 5,8 Monate (95 %-KI: 5,3–6,5).
  • Hirnmetastasen waren in der multivariaten Analyse mit einem kürzeren OS (HR: 2,888; p 

Studiendesign

  • 484 Patienten mit fortgeschrittenem Melanom aus dem US Oncology Network (1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2016) wurden eingeschlossen.
  • Finanzierung: Merck & Co., Inc., Kenilworth, NJ, USA.

Einschränkungen

  • Retrospektive Beobachtungsstudie.