Fortgeschrittenes Magenkarzinom: Real-World-Analyse von Zweitlinientherapien

  • Cotes Sanchís A & al.
  • PLoS One
  • 01.01.2020

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein retrospektiver Review von Zweitlinienbehandlungen beim fortgeschrittenen Magenkarzinom liefert vielversprechende Ergebnisse für Paclitaxel-Ramucirumab und, bei einigen Patienten, für die Wiedereinführung von Platin.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse bestätigen aktuelle Empfehlungen zur Polychemotherapie und Ramucirumab plus Chemotherapie bei dieser Patientengruppe.

Studiendesign

  • Retrospektive Analyse des spanischen AGAMENON-Registers (n=2311).
  • Finanzierung: keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Es gab 2066 progressive Ereignisse (89,3%) nach Erstlinientherapie.
  • 10,6% der Patienten verstarben während der Erstlinientherapie.
  • 64,1% erhielten eine Zweitlinientherapie.
  • Das mittlere PFS nach Zweitlinientherapie (PFS-2) war 3,1 Monate (95% KI 2,9-3,3), wohingegen das mittlere Überleben nach Progression (PPS) seit der Erstlinientherapie 5,8 Monate (95% KI 5,5-6,3) betrug.
  • Die allgemeinen mittleren Werte für PFS-2/PPS waren:
    • Bei Monochemotherapie (56,9% von allen): 2,6/5,1 Monate.
    • Bei Polychemotherapie (15%): 3,4/6,3 Monate.
    • Bei Ramucirumab+Chemotherapie (12,6%): 4,1/6,5 Monate.
    • Bei Platin-Wiedereinführung (8,3%): 4,2/6,7 Monate.
  • PFS-2/PPS in der HER2+-Subgruppe:
    • Bei Monochemotherapie: 2,7/6,7 Monate.
    • Bei Polychemotherapie: 3,0/8,6 Monate.
    • Ramucirumab+Chemotherapie: 4,7/7,3 Monate.
    • Trastuzumab+Chemotherapie: 4,8/10,5 Monate.
    • Platin-Wiedereinführung: 5,2/11,7 Monate.
  • Es gab eine mäßige Korrelation zwischen PFS seit Erstlinientherapie und OS (Kendalls τ=0,613).
  • Diese Korrelation war schwächer bei Patienten mit Zweitlinientherapie (Kendalls τ=0,539), besonders in der Gruppe mit Ramucirumab+Chemotherapie (Kendalls τ=0,413).

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse.