Fortgeschrittenes HNSCC: aktive Everolimus-Therapie verbessert PFS

  • MHNCS 2020
  • 27.02.2020

  • von Pavankumar Kamat
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Everolimus verlängert das PFS bei Patienten mit fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich (HNSCC) unter aktiver Therapie.
  • Nach Absetzen von Everolimus verliert der PFS-Vorteil mit aktiver Therapie nach 2 Jahren Signifikanz.

Warum das wichtig ist

  • Die Überlebensraten für Patienten mit fortgeschrittenem HNSCC haben sich seit Jahrzehnten trotz Fortschritte bei Operation, Bestrahlung und Chemotherapie nicht verändert.

Studiendesign

  • In einer forschungsgetriebenen Phase 2-Studie wurden Patienten mit fortgeschrittenem HNSCC randomisiert einer einmal täglichen oralen Everolimus-Therapie (n=28) oder Placebo (n=24) für maximal 1 Jahr oder bis zur Krankheitsprogression zugeteilt, je nachdem, was früher eintrat.
  • Finanzierung: Novartis.

Wesentliche Ergebnisse

  • Nach 1 Jahr waren in der Everolimus-Gruppe 81,16% der Patienten erkrankungsfrei vs. 56,88% in der Placebo-Gruppe (p=0,039).
  • Nach 2 Jahren war das PFS in der Everolimus-Gruppe weiterhin günstiger, jedoch nicht mehr signifikant (p=0,36).
    • Die 2-Jahres-Überlebensraten waren bei Patienten mit TP53-Mutation unter Everolimus-Behandlung signifikant höher vs. Placebo:
      • 70,0% vs. 22,5% (p=0,036).
  • Die Sicherheit von Everolimus vs. Placebo war:
    • Toxizität ≥ Grad 3: 16 vs. 7 Patienten.
    • Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse: 3 vs. 5 Patienten.

Einschränkungen

  • Die Sicherheit einer Everolimus-Behandlung von über 1 Jahr bei Patienten mit HNSCC ist nicht ausreichend bekannt.