Fortgeschrittenes HCC: gezielte Therapien mit 2 % Risiko für fatale UE verknüpft

  • Drug Des Devel Ther

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Verwendung von molekularen Wirkstoffen zur gezielten Krebstherapie (MTA), wie zum Beispiel Tyrosinkinaseinhibitoren mit Mehrfachzielen, erhöht signifikant das Risiko für fatale unerwünschte Ereignisse (FAE) bei Patienten mit fortgeschrittenem hepatozellulären Karzinom (HCC).

Warum das wichtig ist

  • Hier handelt es sich um die erste Metaanalyse zum Zusammenhang zwischen MTA und FAE bei Patienten mit fortgeschrittenem HCC.

Studiendesign

  • Eine Metaanalyse von 10 randomisierten Kontrollstudien (RCT) mit 4.716 HCC-Patienten.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die gepoolte Inzidenz der FAE in Zusammenhang mit MTA lag bei 2,1 % (95 %-KI: 1,6 %–2,8 %).
  • Das gepoolte Risiko für die Entstehung von FAE betrug 1,79 % (95 %-KI: 1,07 %–3,01 %; p = 0,027) bei Patienten mit HCC, die mit MTA behandelt wurden, im Vergleich zu den Kontrollpatienten.
  • Laut einer Subgruppenanalyse der spezifischen verwendeten Wirkstoffe erhöhte die Verwendung von Brivanib signifikant das Risiko für die Entwicklung von FAE (Quotenverhältnis (OR) nach Peto: 3,97; p = 0,028).
  • Die häufigsten Ursachen für MTA-assoziierte FAE waren Leberversagen (22,2 %) und Blutung (13,3 %).

Einschränkungen

  • Eine Sensitivitätsanalyse deutete darauf hin, dass sich die gepoolten Ergebnisse bei Auslassen einer einzigen Studie veränderten, was beweist, dass weitere Studien zur endgültigen Klärung des FAE-Risikos für Patienten mit HCC erforderlich sind.