Fortgeschrittenes cHL: Nivolumab-Kombination wirksam und gut verträglich als Frontlinientherapie

  • Ramchandren R & al.
  • J Clin Oncol
  • 21.05.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit neu diagnostiziertem klassischem Hodgkin-Lymphom (cHL) im fortgeschrittenen Stadium zeigte die Nivolumab-Monotherapie mit anschließendem Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin (N-AVD) eine günstige Wirksamkeit und Verträglichkeit.

Warum das wichtig ist

  • CHL ist durch genetische Veränderungen in 9p24.1 gekennzeichnet, was zu einer Überexpression der programmierten Zelltod-Liganden 1 und 2 (PD-L1, PD-L2) führt.

Studiendesign

  • Die Studie der Phase II „CheckMate 205“ untersuchte N-AVD; diese Zusammenfassung bezieht sich auf die Kohorte D, die 51 Patienten mit neu diagnostiziertem cHL im fortgeschrittenen Stadium umfasste.
  • Finanzierung: Bristol-Myers Squibb; Center for Immuno-Oncology am Dana Farber Cancer Institute; National Cancer Institute; Miller Family Fund.

Wesentliche Ergebnisse

  • 90 % der Patienten schlossen die Kombinationstherapie ab.
  • 59 % der Patienten erlitten ein behandlungsbedingtes unerwünschtes Ereignis (TRAE) des Grads 3–4.
  • Am Behandlungsende:
    • Die objektive Ansprechrate (ORR) betrug 84 % (95 %-KI: 71 %–93 %).
    • Das vollständige Ansprechen (CR) betrug 80 % (95 %-KI: 67 %–90 %).
  • Raten zum 9-monatigen Überleben:
    • 92 % (95 %-KI: 80 %–97 %) medianes progressionsfreies Überleben (PFS).
    • 98 % (95 %-KI: 86 %–100 %) medianes Gesamtüberleben (OS).
  • Bei 22 Patienten mit evaluierbaren Proben:
    • Höhere Expression von PD-L1 durch Sternberg-Reed-Zellen war mit einem Trend zu einem günstigeren Ansprechen auf Nivolumab-Monotherapie assoziiert (p = 0,096).
    • Mehr Patienten mit einer PD-L1-Expression im 3. oder 4. Quartil erreichten ein stärkeres und anhaltenderes Ansprechen (p = 0,041).

Einschränkungen

  • Begrenzte Stichprobengröße.