Follikuläres Lymphom: Keine Prognose durch m7-FLIPI bei chemotherapiefreier Immuntherapie

  • Lockmer S & al.
  • Br J Haematol
  • 18.08.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Mit dem Prognosemodell m7-FLIPI (internationaler Prognoseindex für follikuläres Lymphom) konnten Patienten mit einem follikulären Lymphom (FL) in Bezug auf die Zeit bis zum Behandlungsversagen (TTF) und das Gesamtüberleben (OS) nach einer chemotherapiefreien Erstlinienbehandlung mit einer Immuntherapie nicht stratifiziert werden.

Warum das wichtig ist

  • Mit m7-FLIPI werden FL-Patienten in Risikokategorien hinsichtlich des versagensfreien Überlebens nach fünf Jahren nach einer Erstlinienbehandlung mit Immunchemotherapie stratifiziert, was jedoch nach einer chemotherapiefreien Erstlinienbehandlung mit Immuntherapie nicht getestet worden ist.

Studiendesign

  • Studie zur Überprüfung von m7-FLIPI an 95 FL-Patienten, die mit einer Rituximab-Monotherapie oder mit Rituximab plus Interferon-α 2a behandelt wurden.
  • Laut den Ergebnissen nach m7-FLIPI wiesen 81 Prozent ein niedriges und 18 Prozent ein hohes Risiko auf.
  • Finanzierung: Stockholm County Council; Centre for Innovative Medicine Karolinska Institutet; Swedish Cancer Society; Swedish Research Council; the NLG.

Wesentliche Ergebnisse

  • 76 Prozent der Patienten waren nach einer medianen Verlaufskontrolle von 10,6 Jahren (Bereich: 0,6–18,3) noch am Leben.
  • Vergleich der Gruppen mit hohem und niedrigem Risiko nach m7-FLIPI:
    • Kein signifikanter Unterschied in Bezug auf TTF (HR: 0,98; 95 %-KI: 0,53–1,81; p = 0,94).
    • Kein signifikanter Unterschied in Bezug auf OS (HR: 1,00; 95 %-KI: 0,34–2,93; p = 0,99).
  • In der univariaten Analyse:
    • EZH2-Mutationen wurden mit einer längeren TTF assoziiert (HR: 0,55; 95 %-KI: 0,30–0,99; p = 0,05).
    • EP300-Mutationen wurden mit einer kürzeren TTF assoziiert (HR: 2,20; 95 %-KI: 1,17–4,13; p = 0,01).

Einschränkungen

  • Retrospektive Daten.