Fokale Therapie: 41% haben nach 6 Monaten ein klinisch signifikantes Prostatakarzinom

  • Mortezavi A & al.
  • J Urol
  • 01.05.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein klinisch signifikantes (cs) Prostatakarzinom wurde bei 41% der Patienten 6 Monate nach der Behandlung mit hochintensivem fokussiertem Ultraschall (HIFU) festgestellt.
  • MRT- und PSA-Verlaufskontrollen sind ineffektiv; zur Identifizierung von Patienten, die eine frühe Salvage-Therapie benötigen, ist eine Biopsie notwendig.

Warum das wichtig ist

  • Eine fokale Therapie wurde bislang als Alternative zur radikalen Therapie vorgeschlagen, die mit signifikanten urogenitalen Nebenwirkungen behaftet ist.

Studiendesign

  • 75 behandlungsnaive Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom erhielten ein multiparametrisches (mp) MRT und transperineale Template-Biopsie gefolgt von einer fokalen Ablation per HIFU.
  • Finanzierung: University Hospital Zurich.

Wesentliche Ergebnisse

  • 93% der Patienten hatten ein Karzinom mit intermediärem Risiko.
  • 41,2% der Patienten, die sich nach 6 Monaten einer Biospie unterzogen, hatten ein cs-PCa (Gleason-Score 4).
    • PSA (OR 1,17; p=0,71) war kein signifikanter Vorhersagewert für cs-PCa.
    • Die Sensitivität von mpMRT war 14,3%.
  • Verglichen mit dem Ausgangsbefund
    • gab es keinen Unterschied im Expanded Prostate Cancer Composite (p=0,28), dem International Prostate Symptom Score (p=0,06) und den Functional Assessment of Cancer Therapy-Prostate Scores (p=0,16).
    • verringerten sich die 15 Punkte umfassenden International Index of Erectile Function-Scores (35,0 vs. 51,5; p
  • 98,4% der Patienten verwendeten ≤1 Sicherheitsunterlagen, und 68,9% berichteten über eine zur Penetration ausreichende Erektion.

Einschränkungen

  • Kurzes Follow-up.