FN bei AL/MDS: Doripenem in RCT Meropenem gegenüber nicht unterlegen

  • Oyake T & al.
  • Ann Hematol
  • 01.03.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Doripenem (DRPM) bewies bei der Behandlung von Patienten mit akuter Leukämie (AL) oder hochriskantem myelodysplastischen Syndrom (MDS), die wegen febriler Neutropenie (FN) stationär behandelt werden mussten, eine gegenüber Meropenem (MEPM) nichtunterlegene Wirksamkeit.

Warum das wichtig ist

  • MEPM ist der Versorgungsstandard für FN bei Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung von MEPM (n = 68) vs. DRPM (n = 65; jeweils stündlich 1,0 g) als empirisch untersuchte antibakterielle Erstlinientherapie wegen einer FN nach einer Chemotherapie bei 133 stationär behandelten Patienten mit AL oder MDS.
  • 43,1 % der DRPM-Gruppe und 47,1 % der MEPM-Gruppe hatten vorher eine Induktionschemotherapie erhalten.
  • 55,4 % der DRPM-Gruppe und 51,5 % der MEPM-Gruppe hatten vorher eine Konsolidierungschemotherapie erhalten.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Primärer Endpunkt: 60,0 % erreichten ein Abklingen des Fiebers innerhalb von 3–5 Tagen, ohne Modifikation der Behandlung mit DRPM vs. 45,6 % mit MEPM (p = 0,136).
  • 12 (Bereich: 1–80) Tage mediane Dauer der Neutropenie mit DRPM vs. 15 (Bereich: 1–106) Tage mit MEPM (p = 0,1719).
  • Wiederherstellung einer Neutrophilenzahl von > 500/μl innerhalb von 5 Tagen mit MEPM/DRPM: bei 36,9 % der Patienten unter DRPM vs. bei 22,1 % der Patienten unter MEPM.
  • Kein signifikanter Unterschied bei der Wiederherstellung der Neutrophilenzahl mit Abklingen des Fiebers innerhalb von 5 Tagen mit DRPM/MEPM (p = 0,065).

Einschränkungen

  • Offenes Studiendesign.