FL: Rituximab dominiert die Therapie in der realen Welt

  • Clin Lymphoma Myeloma Leuk

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Rituximab dominiert die klinische Praxis in der realen Welt, mit 90,6 % der Patienten, die neu mit follikulärem Lymphom (FL) diagnostiziert werden und Rituximab-basierte Behandlungsschemata erhalten.
  • Patienten, die bereits innerhalb von 2 Jahren nach Beginn der Erstlinientherapie eine Krankheitsprogression erleiden, erhalten seltener eine Rituximab-basierte Therapie und haben schlechtere Überlebenschancen.

Warum das wichtig ist

  • Ärzte sollten die Verschreibung von Rituximab-basierten Behandlungsschemata für alle neuen FL-Patienten in Betracht ziehen.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohorte (n = 1.346) von Patienten aus der realen Praxiswelt, die neu mit FL diagnostiziert worden waren (2008–2015).
  • Die Daten zu Behandlung und Ergebnissen wurden von Humedica bezogen, einer großen US-amerikanischen, elektronischen Krankenaktendatenbank.
  • Finanzierung: Millennium Pharmaceuticals, Inc.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtung dauerte 26,2 Monate.
  • 90,6 % der Kohorte erhielt eine Rituximab-basierte Behandlung als Mono- oder Kombinationstherapie.
  • Die häufigste Kombinationstherapie war Bendamustin plus Rituximab (43,8 % der Kohorte).
  • Weniger Patienten mit frühem Krankheitsprogress (20,7 % der Kohorte) als Patienten ohne frühen Krankheitsprogress erhielten Rituximab-basierte Schemata (86,2 % vs. 96,8 %).
  • Nach der Erstlinientherapie betrug das Gesamtüberleben (OS) der Kohorte 86,9 % (das mediane OS wurde nicht erreicht), das 2-jährige progressionsfreie Überleben (PFS) 64,6 %, mit einem PFS von 48,1 Monate (95 %-KI: 39,4–58,4).
  • Nach 2 Jahren war die Rate des OS bei Patienten mit früher Progression niedriger als ohne frühe Progression (76,8 % vs. 90,4 %; p 

Einschränkungen

  • Retrospektive Beobachtungsstudie.
  • Hier handelte es sich um eine reine Krankenaktenstudie.
  • Wenige Patienten erhielten eine Drittlinientherapie.