FIT spart gegenüber einer Kolonoskopie Geld, aber auf Kosten der Genauigkeit

  • Cross AJ & al.
  • Gut
  • 11.12.2018

  • von Jim Kling
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Der Einsatz von immunchemischen Stuhltests (FIT) anstatt einer Kolonoskopie in einer 3-jährigen Überwachung spart Geld, übersieht jedoch Krebserkrankungen und fortgeschrittene Adenome bei Personen mit intermediärem Risiko nach einer Polypektomie.

Warum das wichtig ist

  • FIT wird zunehmend mehr zur Überwachung eingesetzt, doch die meisten Studien haben sich nur auf seinen Einsatz als Screening-Methode konzentriert.

Studiendesign

  • 5.938 Patienten mit intermediärem Risiko (3–4 kleine Adenome oder 1 oder mehr Adenome von ≥ 10 mm; Alter: 60–72 Jahre) aus dem English Bowel Cancer Screening Program erhielten 1, 2 und 3 Jahre nach einer Polypektomie FIT zugeschickt. Personen mit Positivbefund (Hämoglobin ≥ 40 µg/g) konnten sich sofort einer Kolonoskopie unterziehen. Personen mit Negativbefund konnten sich 3 Jahre später einer Kolonoskopie unterziehen.
  • Finanzierung: The National Institute for Health Research; Bobby Moore Fund for Cancer Research UK.

Wesentliche Ergebnisse

  • 97 % der FIT wurden in den Jahren 2 und 3 durchgeführt.
  • FIT-Positivrate:
    • Hämoglobinschwellenwert von 40 µg/g: 13,2 %.
    • Hämoglobinschwellenwert von 10 µg/g: 28,8 %.
  • Sensitivität einer 3-jährigen FIT für kolorektales Karzinom (CRC):
    • 40 µg/g: 58,6 %.
    • 10 µg/g: 72,4 %.
  • Sensitivität einer 3-jährigen FIT für fortgeschrittenes Adenom (AA):
    • 40 µg/g: 33,4 %.
    • 10 µg/g: 56,6 %.  
  • Zusatzkosten pro Positivbefund mittels Kolonoskopie vs. FIT (40 µg/g):
    • AA: 7.354 £.
    • CRC: 180.778 £.

Einschränkungen

  • Nachbeobachtung war auf 3 Jahre beschränkt.