Fibroadenome: Kein Zusammenhang mit Brustkrebs bei afroamerikanischen Frauen

  • Shaik AN & al.
  • Breast Cancer Res
  • 09.08.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Fibroadenome sind gutartige Läsionen in der Brust, die bei europäischstämmigen Frauen in den USA das Risiko für Brustkrebs erhöhen.
  • Dieser Kohortenstudie zufolge sind Fibroadenome bei afroamerikanischen Frauen (AA) jedoch nicht mit einem höheren Brustkrebsrisiko assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Diese Ergebnisse sollten AA-Frauen beruhigen, die häufiger zur Bildung von Fibroadenomen neigen, als europäischstämmige Frauen in den USA.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohortenstudie von 3.845 AA-Frauen aus der Metropole Detroit in Michigan mit Brustbiopsie (1997–2010).
  • Die Biopsien wurden auf verschiedene Formen gutartiger Läsionen hin analysiert, einschließlich Fibroadenome, Proliferation und Atypie.
  • Brustkrebs wurde durch die Metropolitan Detroit Cancer Surveillance nach einer medianen Nachbeobachtung von 13,3 Jahren dokumentiert.
  • Finanzierung: Susan G. Komen for the Cure; NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • 47 % der Kohorte wies Fibroadenome auf.
  • AA-Frauen mit Fibroadenomen entwickelten nicht häufiger Brustkrebs als AA-Frauen der Allgemeinbevölkerung aus Detroit (standardisierte Inzidenzrate [SIR]: 0,93; 95 %-KI: 0,75–1,17).
  • AA-Frauen mit anderen gutartigen Läsionen entwickelten eher Brustkrebs (SIR: 1,40; 95 %-KI: 1,19–1,65).
  • Innerhalb der Kohorte hatten AA-Frauen mit Fibroadenomen nach Bereinigung um Alter bei Biopsie, Proliferation und Atypie ein geringeres Risiko für Brustkrebs (relatives Risiko: 0,67; 95 %-KI: 0,48–0,93) als Frauen ohne Fibroadenom.

Einschränkungen

  • Das mittels SIR kalkulierte Risiko könnte leicht unterschätzt sein.
  • Retrospektives Design.