Fehlermanagement – Praxen für Studie gesucht


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Berlin (pag) – Wie können niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten bestmöglich dabei unterstützt werden, ein einrichtungsinternes Fehlerberichts- und Lernsystem zu nutzen? Der Frage geht eine Studie nach, für die sich Praxen noch bis zum 15. Oktober bewerben können. Das Projekt wird vom Innovationsfonds gefördert, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilt.

Unter dem Titel „CIRSforte“ will das Projektteam um Wissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt am Main herausfinden, was Praxen daran hindert beziehungsweise motiviert, ein internes Fehlerberichts- und Lernsystem (Critical Incident Reporting System, kurz CIRS) zu nutzen. Durch den offenen Austausch über Fehler oder andere kritische Ereignisse sollen Schwachpunkte und Risiken in Arbeitsabläufen identifiziert und für Verbesserungen im Sinne eines Qualitätsmanagements genutzt werden. Ziel ist es, aus Fehlern zu lernen und die Patientensicherheit zu verbessern. Für die Studie werden daher 400 Praxen gesucht, die sich dabei unterstützen lassen möchten, vorhandene Angebote (elektronisch oder in Papierform) zu nutzen.

Vorgesehen sind unter anderem ein Einführungsworkshop sowie Online-Schulungen. Die Praxen erhalten eine Handlungsempfehlung zur Nutzung von Berichts- und Lernsystemen, die das Aktionsbündnis Patientensicherheit im Rahmen des Projektes erarbeitet hat. Für Fehlerberichte und Fallanalysen sowie zur Gestaltung einer Teambesprechung werden Vorlagen und Arbeitsmaterialien bereitgestellt. Zudem ist ein praxisübergreifender Austausch geplant. Teilnehmende Praxen erhalten eine finanzielle Aufwandsentschädigung.

Die Studie wird mit Fördermitteln aus dem Innovationsfonds finanziert, den der Bundestag mit dem Versorgungsstärkungsgesetz ins Leben gerufen hatte. Mit der Förderung innovativer Projekte soll die medizinische Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung dauerhaft weiterentwickelt und verbessert werden. Die Studie wird von der Goethe-Universität Frankfurt am Main durchgeführt, Partner sind das Aktionsbündnis Patientensicherheit, die Techniker Krankenkasse, das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin, die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe und die Asklepios Kliniken.