FDA-Zulassung für Ivosidenib als Frontlinientherapie bei akuter myeloischer Leukämie mit IDH1-Mutation


  • David Reilly
  • Oncology drug update
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Erkenntnis

  • Am 2. Mai 2019 hat die Food and Drug Administration (FDA) Ivosidenib zur Behandlung von Patienten mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) zugelassen, die laut einem von der FDA zugelassenen Test empfänglich für eine Mutation der Isocitrat-Dehydrogenase-1 (IDH1) sind.
  • Die Indikation ist beschränkt auf Patienten im Alter von ≥ 75 Jahren oder mit Komorbiditäten, die eine intensive Induktionschemotherapie bei ihnen unmöglich macht.

Warum das wichtig ist

  • Die IDH1-Mutation wurde in diesem Setting mit einer schlechten Prognose assoziiert.
  • Ivosidenib war vorher bereits für rezidivierte/refraktäre IDH1+ AML zugelassen.

Studiendesign

  • Die Zulassung stützte sich auf die Ergebnisse der Studie, NCT02074839 (Eine multizentrische, offene Phase-I-Studie zur Dosiseskalation und -erweiterung, Sicherheit, Pharmakokinetik und Pharmakodynamik und klinischen Aktivität von oral verabreichtem AG-120 bei Patienten mit fortgeschrittenen hämatologischen bösartigen Erkrankungen mit IDH1-Mutation), zu Ivosidenib mit 28 Patienten im Alter von ≥ 75 Jahren, die neu mit AML diagnostiziert und einem FDA-zugelassenen Test zufolge anfällig für eine IDH1-Mutation sind, oder Komorbiditäten hatten, die eine intensive Induktionschemotherapie ausschloss.
  • Finanzierung: Agios Pharmaceuticals, Inc.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Verlaufskontrolle: 8,1 Monate (Bereich: 0,6–40,9).
  • Mediane Behandlungsdauer: 4,3 Monate (Bereich: 0,3–40,9).
  • 28,6 % (95 %-KI: 13,2 %–48,7 %) erreichten eine Komplettremission (CR).
  • 14,3 % (95 %-KI: 4,0 %–32,7 %) erreichten eine CR oder CR mit partieller hämatologischer Normalisierung (CRh).
  • 42,9 % (95 %-KI: 24,5 %–62,8 %) erreichten eine CR + CRh.
  • 41,2 % (7/17) der transfusionsabhängigen Patienten erreichten eine Transfusionsunabhängigkeit von ≥ 8 Wochen.
  • Zu den Nebenwirkungen mit einer Inzidenz von ≥ 25 % zählten Diarrhö, Ermüdung, Ödem, Appetitmangel, Leukozytose, Übelkeit, Arthralgie, Abdominalschmerz, Dyspnoe, IDH-Differenzierungssyndrom und Myalgie.

Einschränkungen

  • Einarmige Studie.

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