Expertengruppe empfiehlt Zurückhaltung mit systemischer Therapie bei Atopischer Dermatitis


  • Michael Simm
  • Studien – kurz & knapp
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Kernbotschaften

Bevor Patienten mit einer Atopischen Dermatitis  (AD) eine systemische Therapie verschrieben wird, sollten Ärzte die Diagnose sichern, die topische Behandlung optimieren und auch eine Fototherapie in Erwägung ziehen, sagt ein Expertenpanel des International Eczema Council.

Hauptergebnisse

  • Empfohlen wird eine systematische und ganzheitliche Vorgehensweise, um Patienten mit schweren Symptomen und eingeschränkter Lebensqualität zu evaluieren, bevor mit einer systemischen Therapie begonnen wird.
  • Vor dem Beginn der systemischen Therapie sollten sowohl alternative Diagnosen als auch mögliche Begleiterkrankungen bedacht werden, außerdem das Vermeiden möglicher Auslöser und eine Optimierung der topischen Therapie.
  • Der behandelnde Arzt sollte außerdem sicher stellen, dass die Instruktionen bezüglich der Therapie vom Patienten beziehungsweise dessen Pfleger richtig verstanden wurden. Möglicherweise koexistierende Infektionen sollten behandelt und die Auswirkungen auf die Lebensqualität abgeschätzt werden. Schließlich ist auch eine Fototherapie in Erwägung zu ziehen.

Design

  • Eine Untergruppe des International Eczema Council hat festgelegt, welche Aspekte bedacht werden sollten, bevor Patienten mit AD eine systematische Therapie verschrieben wird. Die Experten erstellten zu ihrem jeweiligen Spezialgebiet eine Literaturübersicht, bezogen sich gegebenenfalls auf Richtlinien und gaben dazu ihre Einschätzung ab.
  • Finanzierung: „Corporate sponsorship” für das International Eczema Council durch Abbvie, Amgen, Celgene, Chugai, Galderma, Glaxo-SmithKline/Stiefel, the Leo Foundation, Leo Pharma, Lilly, MedImmune/Astrazeneca, Pfizer, Sanofi, Genzyme and Regeneron Pharmaceuticals, und Valeant.

Klinische Bedeutung

Obwohl die Beschwerden der meisten Patienten mit einer Atopischen Dermatitis unter topisch verabreichten Arzneien deutlich bis vollständig gelindert werden, brauchen viele eine systemische Therapie. Die Empfehlungen einer Expertengruppe des International Eczema Council könnten die Unterscheidung zwischen den beiden Gruppen erleichtern und dazu beitragen, die Therapie zu optimieren.