Europäische Organisationen befürworten nachdrücklich geschlechtsneutrale HPV-Impfung

  • Joura EA & al.
  • Eur J Cancer
  • 01.06.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die European Society of Gynaecologic Oncology (ESGO) und die European Federation for Colposcopy (EFC) unterstützen geschlechtsneutrale Impfprogramme für Kinder und Jugendlichen sowie ein Nachholprogramm für junge Erwachsene bezüglich des humanen Papillomavirus (HPV).

Wichtigste Punkte

  • Die klinische Wirksamkeit wurde bei HPV-bezogenen Zervix-, vulvovaginalen und Analkarzinomvorstufen sowie invasiven Zervixkarzinomen bewiesen.
  • Impfprogramme sollten geschlechtsneutral sein, um die Durchimpfungsrate zu verbessern, und sollten sich auf Patienten in präpubertären Altersgruppen konzentrieren, die ein optimales immunologisches Ansprechen haben und die Wahrscheinlichkeit einer HPV-Positivität zum Zeitpunkt der Impfung verringern.
  • Ein Nachholprogramm für junge Erwachsene verbessert die Wirksamkeit.
  • Die Impfstoffe sind zudem bei sexuell aktiven Patienten mit vorherigen Infektionen, die jedoch abgeklungen sind, wirksam. Eine zusätzlich zur lokalen konservativen Behandlung von HPV-bezogenen Erkrankungen durchgeführte Impfung verringert rezidivierende oder folgende HPV-bezogene Erkrankungen.
  • Schulbasierte Programme oder andere gut organisierte Strukturen der öffentlichen Gesundheit sind effektiver als eine opportunistische Impfung und stellen Fairness sicher.
  • Bei Patienten im Alter von > 15 Jahren werden 3 Dosen empfohlen (2 Dosen bei
  • Das HPV-Screening und die -Impfung sind zwar komplementäre Präventionsstrategien, aber sie werden oft als separate und nicht koordinierte Programme umgesetzt; die Impfung und das Screening mit dem HPV-Test zu kombinieren, scheint der effektivste präventive Ansatz zu sein.