EU-Oberhäupter fordern Finanzierung zur Beendigung der TB-Bedrohung


  • Dawn O'Shea
  • Medizinische Nachrichten
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Die Oberhäupter der Regierungen von Frankreich und den Niederlanden fordern eine erhöhte Investierung in neue Behandlungen und Präventionsinstrumente gegen arzneimittelresistente Tuberkulose (TB).

In einer Ansprache bei einem hochrangigen Treffen am Montag in Europa sagte Michèle Boccoz vom französischen Außenministerium und Ministerium für internationale Entwicklung: „Aufgrund von Arzneimittelresistenzen entwickelt sich TB für eine wachsende Zahl von Personen zu einer unbehandelbaren Erkrankung.“ Er sagte, die Investierung in Forschung und Entwicklung werde nun sicherstellen, dass die Medikamente und Impfstoffe bereitstehen, um letztlich der Bedrohung von TB als ein Gesundheitsproblem in Europa ein Ende zu setzen.

Während die TB-Raten in der EU relativ gering sind, bleibt die Erkrankung in allen Ländern bestehen. Die europäische WHO-Region weist die höchsten Raten von arzneimittelresistenter TB auf der Welt auf. Die AMR Review, eine weltweite Studie von Antibiotikaresistenzdaten, schätzte, dass arzneimittelresistente TB bis 2050 jährlich für 2,5 Millionen Tote verantwortlich sein könnte.

Mr. Boccoz sprach bei der Konferenz „TB and European Health Security: The critical role of TB R&D in the context of antimicrobial resistance“ („TB und die europäische Gesundheitssicherheit: die kritische Rolle der TB-F&E im Kontext von antimikrobieller Resistenz“), die von der holländischen und der französischen Regierung veranstaltet und von der TuBerculosis Vaccine Initiative, TB Alliance und Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, einer weltweiten Entwicklungs-NGO, organisiert wurde.