EU-Forscher haben einen Zusammenhang zwischen Antibiotika-Resistenz und weltweiter Hygiene gefunden


  • Priscilla Lynch
  • Medical News
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Antibiotika-Resistenz ist direkt mit Hygiene-Bedingungen und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung verbunden, wie nun eine von der EU finanzierte große Untersuchung schlussfolgern lässt, in der moderne Methoden der DNA-Analysen der Abwässer rund um den Globus verwendet wurden.

Das Projekt COMPARE nutzt Molekulartechnologie, um Identifizierung und Schwächung von neuen bzw. sich ausbreitenden Infektionskrankheiten sowie von Krankheitsausbrüchen zu verbessern.

Die Forscher verwendeten Metagenom-Analysen von unbehandeltem Abwasser , um das bakterielle Resistom von 79 Stellen in 60 Ländern zu charakterisieren. 

Die vergleichbaren Daten ermöglichten es, die erste Weltkarte zu erstellen, die das Ausmaß der  Antibiotika-Resistenz in vorwiegend gesunden Bevölkerungen zeigt. Die Ergebnisse sind jetzt in „Nature Communications“ veröffentlicht.

Westeuropa, Nordamerika, Australien und Neuseeland - in der Regel Regionen mit besseren Hygiene-Bedingungen - haben das geringste  Ausmaß an Antibiotika-Resistenzen, während es in Asien, Afrika und Südamerika am höchsten ist. 

Darüber hinaus haben Brasilien, Indien und Vietnam die größte Vielfalt bei den Resistenzgenen, Australien und Neuseeland hingegen die geringste.

Die Forscher schlagen Metagenomanalysen des Abwassers als ethisch akzeptablen und ökonomisch machbaren Ansatz zur kontinuierlichen Überwachung und Vorhersage von Antibiotika-Resistenzen vor. 

Sie beabsichtigen nun, ein System zum Austausch und zur Interpretation von Informationen in Echtzeit zu entwickeln, um so dabei zu helfen, Krankheiten in den Griff zu bekommen, die Grenzen überschreiten und sich zu Pandemien entwickeln, wie etwa Ebola, Polio oder Cholera.