ESMO veröffentlicht aktualisierte Leitlinien zur Behandlung von Melanomen


  • Dawn O'Shea
  • Univadis Medical News
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Die Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) hat aktualisierte Leitlinien zur Behandlung von kutanen Melanomen herausgegeben. Die wesentlichen Empfehlungen umfassen:

Diagnose

Obligatorische Mutationstests für handlungsrelevante Mutationen bei resezierbarem oder nicht resezierbarem Stadium III oder IV und reseziertem Hochrisiko-Stadium IIC (nicht Stadium I oder IIA-IIB).

Sicherheitsabstand bei Exzision

  • 0,5 cm für In-situ-Melanome
  • 1 cm für Tumore 
  • 2 cm für Tumore ≥ 2 mm

Behandlung bei lokoregionären Krankheitsstadien

  • Eine vollständige Lymphknotendissektion (CLND) wird für Patienten mit positiven Sentinel-Lymphknoten (SN) nicht empfohlen.
  • Eine CLND ist indiziert bei isolierten lokoregionären, klinisch nachweisbaren Lymphknoten(LN)-Metastasen.
  • Eine adjuvante Radiotherapie bei lokalen Tumoren des Lentigo-maligna-Melanoms (LMM), die unzureichende Exzisionsränder aufweisen; bei mikroskopischen Tumoren am Rand (R1) oder nach der Resektion der Tumormasse.
  • Eine adjuvante Therapie mit programmierten Zelltod-1-Antikörpern (PD-1) oder Dabrafenib/Trametinib wird bevorzugt.

Behandlung fortgeschrittener Erkrankungsstadien (nicht resezierbares Stadium III und IV)

  • Chirurgische Entfernung oder stereotaktische Bestrahlung des lokoregionären Rezidivs oder einzelner Fernmetastasen.
  • Erst- und Zweitlinientherapien umfassen Anti-PD-1-Antikörper, PD-1 und Ipilimumab, und BRAFi-/MEKi bei BRAF-mutiertem Melanom.
  • Bei Hirnmetastasen ist Ipilimumab/Nivolumab die bevorzugte Erstlinientherapie.
  • Bei Patienten, bei denen eine systemische Behandlung versagt, kann eine stereotaktische Radiochirurgie als Salvage-Therapie in Betracht gezogen werden, wenn > 5–10 progrediente Läsionen mit einem maximalen Durchmesser von