ESMO-Update zu Blasenkrebs-Leitlinien


  • Dawn O'Shea
  • Univadis Medical News
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Die Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) hat ein E-Update ihrer Leitlinien zur Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Blasenkrebs ausgegeben.

Die aktualisierten Leitlinien empfehlen, dass Pembrolizumab bei Patienten mit platinrefraktärem Urothelkarzinom (UC) in Betracht gezogen werden sollte, da es nachweislich das Gesamtüberleben (OS) verbessert (Level-Ia-Empfehlung). Level-IIb-Evidenz aus Studien der Phasen I–IV zeigte konsistente OS-Hinweise mit Atezolizumab, weshalb es in dieser Situation empfohlen wird. Die Anwendung von Nivolumab, Avelumab und Durvalumab wird durch Level-IIIb-Evidenz gestützt, aber die ESMO weist darauf hin, dass diese Wirkstoffe bei UC eingesetzt werden können.

Der ESMO zufolge sollten bei platinrefraktärem UC keine Biomarker zur Auswahl von Patienten für eine Therapie verwendet werden.

Das Update besagt, dass eine carboplatinbasierte Chemotherapie, Pembrolizumab oder Atezolizumab alles angemessene Alternativen für Patienten darstellen, die PD-L1-positiv sind und nicht für eine cisplatinbasierte Chemotherapie infrage kommen. Pembrolizumab und Atezolizumab sollten nur bei PD-L1-positiven Patienten verwendet werden [IIIb].

Erdafitinib wurde noch nicht von der Europäischen Arzneimittel-Agentur zugelassen. Die ESMO weist jedoch darauf hin, dass das Medikament bei vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem UC in Betracht gezogen werden kann, die Träger von FGFR2/3-Veränderungen sind [IIIb], falls diese Information verfügbar ist.

Das vollständige E-Update finden Sie hier.