ESMO aktualisiert Leitlinien für das Pankreaskarzinom


  • Dawn O'Shea
  • Univadis Medical News
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Die European Society for Medical Oncology (ESMO) hat ihre Leitlinien zur Behandlung des Pankreaskarzinoms auf Basis der Ergebnisse aus den Studien ESPAC-4 und PRODIGE 24/CCTG PA.6 zur kombinierten Chemotherapie gegenüber Gemcitabin aktualisiert.

Die ESMO empfiehlt nun für ausgewählte Patienten mit gutem Allgemeinzustand ein modifiziertes Behandlungsschema mit 5FU(5-Fluorouracil)/Irinotecan/Oxaliplatin/Leucovorin (mFOLFIRINOX) als erste adjuvante Therapieoption nach Resektion eines Pankreaskarzinoms.

Bei gebrechlicheren Patienten (Alter > 70 Jahre, Allgemeinzustand nach der Eastern Cooperative Oncology Group von 2, oder Patienten mit einer Kontraindikation für FOLFIRINOX), kann Gemcitabin/Capecitabin eine Option sein.

Gemcitabin allein sollte nur bei gebrechlichen Patienten eingesetzt werden.

Die Studie ESPAC-4 umfasste 732 Patienten im Alter von ≥ 18 Jahren, die sich einer makroskopischen vollständigen Resektion wegen eines duktalen Adenokarzinoms des Pankreas vom Grad R0 (klare Ränder) oder R1 (mikroskopischer Tumor am Rand) unterzogen. Die Patienten wurden per Zufallsverfahren einer Behandlung entweder mit Gemcitabin allein oder einer Kombination aus Gemcitabin und Capecitabin zugewiesen. Die Kombination war bei R0-Patienten mit besseren Überlebenschancen verbunden.

Die Studie PRODIGE 24/CCTG PA.6 ergab, dass nach Resektion eines Pankreaskarzinoms verabreichtes mFOLFIRINOX das Überleben im Vergleich zu Gemcitabin allein signifikant verbesserte.