ESMO aktualisiert Leitlinien für Blasenkrebs

  • European Society for Medical Oncology
  • 22.08.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) hat eine Aktualisierung ihrer Leitlinien von 2014 zur Behandlung von Blasenkrebs herausgegeben.
  • Die Aktualisierung beinhaltet im Wesentlichen die Rolle von Immuncheckpoint-Inhibitoren und zielgerichteter Therapie im Management fortgeschrittener und metastasierter Erkrankungen.

Wesentliche Updates

  • Checkpoint-Inhibitoren bei Platin-refraktärer Erkrankung:
    • Pembrolizumab wird empfohlen aufgrund einer Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) in der Studie KEYNOTE-045 (Evidenzstufe: I; Empfehlungsgrad: A).
    • Atezolizumab hat beständige positive OS-Daten in einer Intent-To-Treat-Population der Studie IMvigor211 und der Real-World-Studie SAUL gezeigt (II, B).
    • Nivolumab kann erwogen werden aufgrund eines OS-Vorteils in CHECKMATE 275 (III, B).
    • Avelumab und Durvalumab können ebenfalls erwogen werden (III, C; keine Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde zum Stand 22. August 2019).
  • Cisplatin-ungeeignete programmed death-ligand 1 (PD-L1) Biomarker-positive metastasierte Urothelkarzinome in der Erstlinientherapie:
    • Pembrolizumab oder Atezolizumab können als Erstlinientherapie erwogen werden bei Patienten mit PD-L1-positiver Erkrankung (III, B).
  • Erdafitinib und Enfortumab-Vedotin beim Platin-refraktären Urothelkarzinom:
    • Erdafitinib kann erwogen werden bei vorbehandelten Patienten mit FGFR2/3-Alterationen (III, B).
    • Enfortumab-Vedotin kann erwogen werden bei Patienten, die refraktär sind hinsichtlich platinhaltiger Chemotherapie und  antiprogrammed cell death protein 1/anti-PD-L1 Therapie (III, B).