ESMO 2019 — Dreifach-negativer Brustkrebs: Trilaciclib verbessert Überlebenschancen bei Verabreichung mit Gemcitabin plus Carboplatin


  • Jo Whelan
  • Oncology Conference reports
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Erkenntnis

  • Mit Trilaciclib verbesserten sich die Überlebenschancen bei einer Verabreichung zusammen mit Gemcitabin plus Carboplatin (GC) bei dreifach-negativem Brustkrebs mit Metastasen, wie aus dieser Zwischenanalyse einer Studie der Phase II hervorgeht.
  • Eine Studie der Phase III ist vorgesehen, um diesem ermutigenden Befund nachzugehen.
  • Trilaciclib könnte die Aktivierung von CD8-positiven T-Zellen verstärken.

Warum das wichtig ist

  • Es besteht ein großer ungedeckter Bedarf an wirksamen Behandlungen für dreifach-negativen Brustkrebs.
  • GC verursacht eine kumulative Myelosuppression, die sich als behandlungseinschränkend auswirken könnte. Es wurde angenommen, dass die Beigabe von Trilaciclib (ein intravenös verabreichter CDK4/6-Inhibitor) die Myelotoxizität senken und die Antitumorwirkung verbessern könnte.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mediane Gesamtüberleben in den gepoolten Gruppen mit Trilaciclib und GC betrug 20,1 Monate (95 %-KI: 15,3 bis nicht erreicht) im Vergleich zu 12,6 (6,3–15,6) mit GC allein (HR: 0,36; 0,19–0,67).
  • Es gab keinen signifikanten Unterschied im progressionsfreien Überleben (PFS) oder in der Ansprechrate zwischen den Behandlungen.
  • Die Beigabe von Trilaciclib senkte die Myelosuppression nicht, aber Patientinnen in den Trilaciclib-Gruppen konnten doppelt so vielen Behandlungszyklen unterzogen werden als jene unter GC allein.
  • Trotz erhöhter Exposition gegenüber GC kam es in den Trilaciclib-Gruppen nicht zu einer Zunahme an hochgradiger Toxizität und auch nicht zu einer Verschlechterung der gesundheitsbedingten Lebensqualität.

Studiendesign

  • Die Patientinnen (n = 102) wurden randomisiert und erhielten entweder nur GC an den Tagen 1 und 8 oder Trilaciclib plus GC im Rahmen von einem von zwei unterschiedlichen Behandlungsplänen mit einer Verabreichung alle 21 Tage bis zur Progression der Erkrankung oder einer unannehmbaren Toxizität.
  • Die aufgenommenen Patientinnen hatten sich zuvor keiner bis zwei zytotoxischen Behandlungslinien für Brustkrebs mit lokalem Rezidiv oder Metastasen unterzogen.
  • Der primäre Endpunkt war die Senkung der GC-bedingten Neutropenie. PFS und Gesamtüberleben (OS) waren die sekundären Endpunkte.
  • Finanzierung: G1 Therapeutics, Inc.

Einschränkungen

  • Es handelte sich hierbei um eine Studie der Phase II mit einer relativ kleinen Anzahl an Patientinnen.