ESGE-Leitlinien zu erweiterbaren Stents bei obstruktiven Kolon- und extrakolischen Tumoren

  • van Hooft JE & al.
  • Endoscopy
  • 07.04.2020

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Leitlinien zu erweiterbaren Stents bei obstruktivem Kolon- und extrakolischem Krebs wurden aktualisiert.
  • Diese aktualisierten Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Gastrointestinale Endoskopie (ESGE) sollten nur nach umfassender Abklärung mit CT angewendet werden.

Warum das wichtig ist

Wesentliche Empfehlungen

  • Kolonstents sollten Patienten mit klinischen Symptomen und radiologischen Zeichen einer malignen Obstruktion des Dickdarms, jedoch ohne Zeichen einer Perforation vorbehalten sein.
    • Stents sollten nicht prophylaktisch eingesetzt werden (starke Empfehlung).
  • Stents sollten in einem gemeinsamen Entscheidungsprozess als eine Überbrückung bis zur Operation bei Patienten mit linksseitigem obstruktivem Kolonkarzinom, das durch eine Operation geheilt werden könnte, diskutiert werden.
    • Dieser Ansatz könnte eine Alternative zu einer Notfall-Resektion sein (starke Empfehlung).
  • Kolonstents sind die bevorzugte palliative Behandlung bei maligner Kolonobstruktion (starke Empfehlung).
  • Ein Kolonstent kann entweder im palliativen Setting oder zur Überbrückung bis zur Operation bei maligner Obstruktion des proximalen Kolons erwogen werden (schwache Empfehlung).
  • Wenn ein Kolonstent als Überbrückung bei heilbarem linksseitigem Kolonkarzinom verwendet wird, wird ein 2-wöchiges Intervall vor der Resektion empfohlen (schwache Empfehlung).
  • Der Stenteinsatz sollte von einem Operateur durchgeführt oder überwacht werden, der in Koloskopien und Durchleuchtungs-Techniken erfahren ist und regelmäßig Stents implantiert (starke Empfehlung).
  • Bei Patienten, die für Kolonstents nicht geeignet sind oder bei denen diese nicht verfügbar sind, kann ein dekomprimierendes Stoma als Überbrückung bis zur elektiven Operation verwendet werden (schwache Empfehlung).