ESGE-Leitlinien: Update zur EUS-geführten Probennahme

  • Endoscopy

  • aus Emily Willingham, PhD
  • Studien - kurz & knapp
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Erkenntnis 

  • Die European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) bietet eine aktualisierte Leitlinie zur EUS(endoskopischer Ultraschall)-geführten Probennahme bei gastroenterologischen Untersuchungen an, die auf dem evidenzbasierten Konsens zu bewährten Praktiken von Anfang 2017 beruht.
  • Der Ausschuss mahnt an, alle Entscheidungen unter Berücksichtigung des klinischen Kontexts und der verfügbaren Ressourcen zu treffen.

Wichtigste Aspekte

  • EUS-geführte Probennahmen werden bei soliden Läsionen im Pankreas als Erstlinienverfahren empfohlen (starker Empfehlungsgrad).
  • Bei unklaren/negativen Ergebnissen aber starkem Verdachtsmoment wird eine erneute Überprüfung der Objektträger mit pathologischen Proben empfohlen (schwacher Empfehlungsgrad).
  • Bei Pankreatitis und einer Raumforderung des Pankreas müssen negative Probenergebnisse mit Bedacht interpretiert werden (starker Empfehlungsgrad).
  • Bei Ösophaguskarzinom können EUS-geführte Proben zur Lymphknotenuntersuchung (T1-, eventuell T2-Adenokarzinom) und Untersuchung möglicher metastatischer Läsionen (z. B. in der Leber) entnommen werden (schwacher Empfehlungsgrad).
  • EUS-geführte Probennahmen werden bei soliden Lebermassen empfohlen. 
  • EUS-geführte Probennahmen werden bei Lymphadenopathie unbekannten Ursprungs empfohlen, wenn die Ergebnisse das Patientenmanagement unterstützen können und oberflächliche Herde nicht zugänglich sind.
Studiendesign
  • Getrennte Arbeitsgruppen befassten sich mit den Hauptfragen unter verschiedenen Schlagwörtern.