ESC 2020 — Trimetazidin verbessert Ergebnisse nach erfolgreicher PCI nicht


  • Sarfaroj Khan
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Die prophylaktische Anwendung von oralem Trimetazidin zusätzlich zu der von den Leitlinien empfohlenen medikamentösen Therapie verbesserte die Ergebnisse nach einer erfolgreichen perkutanen Koronarintervention (PCI) bei stabiler Angina oder Myokardinfarkt ohne ST-Hebung (NSTEMI) nicht.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse sollten berücksichtigt werden, wenn die Rolle von Trimetazidin in der klinischen Praxis erörtert wird.

Studiendesign

  • In dieser ATPCI-Studie wurden 6.007 Patienten, die entweder eine elektive PCI für stabile Angina oder eine dringende PCI für instabile Angina oder NSTEMI erhielten, per Zufallsverfahren entweder dem Erhalt von Trimetazidin (n = 2.998) oder Placebo (n = 3.009) zugewiesen.
  • Die mediane Nachbeobachtung betrug 47,5 Monate.
  • Primärer zusammengesetzter Endpunkt: Herztod; Krankenhausaufnahme wegen kardialer Ereignisse; Rezidiv oder Persistenz einer Angina, die zu einer Ergänzung mit, Umstellung auf oder Erhöhung der Dosis einer antianginösen Therapie oder zu einer koronaren Angiographie führt.
  • Finanzierung: Servier.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Inzidenz primärer Endpunktereignisse unterschied sich zwischen den Gruppen mit Trimetazidin und Placebo nicht signifikant (23,3 % vs. 23,7 %; HR: 0,98; 95 %-KI: 0,88–1,09; p = 0,73).
  • Die Inzidenz der einzelnen Komponenten war zwischen den Gruppen ähnlich:
    • Herztod: 2,1 % vs. 2,6 % (HR: 0,81; 95 %-KI: 0,58–1,13; p = 0,76),
    • Krankenhauseinweisung wegen kardialer Ereignisse: 13,4 % vs. 13,4 % (HR: 1,01; 95 %-KI: 0,88–1,16; p = 0,30),
    • Angina, die zur koronaren Angiographie führte: 16,9 % vs. 16,6 % (HR: 1,02; 95 %-KI: 0,90–1,15; p = 0,43) und
    • Angina, die zur Behandlungsänderung führte (HR: 1,01; 95 %-KI: 0,88–1,17; p = 0,27).
  • Ähnliche Ergebnisse wurden beobachtet, wenn die Patienten nach elektiver (HR: 0,94; 95 %-KI: 0,82–1,08) oder dringlicher PCI (HR: 1,04; 95 %-KI: 0,88–1,22) kategorisiert wurden.
  • Insgesamt 1.219 (40,9 %) und 1.230 (41,1 %) Patienten in der Gruppe mit Trimetazidin bzw. Placebo wiesen schwerwiegende behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse auf.
  • Die Häufigkeit unerwünschter Ereignisse war zwischen den beiden Gruppen ebenfalls ähnlich.

Einschränkungen

  • Risiko eines Selektionsbias.