ESC 2019 — PARAGON-HF erreicht primären Endpunkt nicht, aber gibt es dennoch einen Silberstreifen am Horizont?


  • Emily Willingham, PhD
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • In PARAGON-HF wies die Off-Label-Anwendung von Sacubitril/Valsartan (SV) keinen Zusammenhang mit weniger Krankenhausaufenthalten oder Mortalität wegen Herzinsuffizienz (HI) mit erhaltener Ejektionsfraktion (EF) von ≥ 45 % (HIeEF) als mit Valsartan allein auf, doch die Verfasser sehen ein Potenzial für Patienten in der „Grauzone“ mit niedriger bis normaler EF.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse bei HI mit reduzierter EF (HIrEF) hatten Hoffnungen geweckt, dass SV bei HIeEF einen ähnlichen Nutzen bieten würde.

Ergebnisse

  • Ein nicht signifikanter Rückgang des primären Endpunkts der Krankenhausaufenthalte wegen HI und der kardiovaskulären (KV) Todesfälle um 13 %; der p-Wert lag bei 0,0585, wobei die Signifikanz um 7 Patienten knapp verpasst wurde, wie die Verfasser bei der Präsentation der Befunde sagten. 
  • Ratenverhältnis für den primären Endpunkt zwischen SV und Valsartan allein: 0,87 (95 %-KI: 0,75–1,01).
  • HR für KV-Tod zwischen SV und Valsartan allein: 0,95 (95 %-KI: 0,79–1,16).
  • Ratenverhältnis für Krankenhausaufenthalte wegen HI zwischen SV und Valsartan allein: 0,85 (95 %-KI: 0,72–1,00).
  • Der Schweregrad verbesserte sich mit SV im Vergleich zu Valsartan mehr (OR: 1,45; 95 %-KI: 1,13–1,86) und weniger Patienten erlitten eine Verschlechterung der Nierenfunktion (HR: 0,50; 95 %-KI: 0,33–0,77). 
  • Sicherheit und Verträglichkeit von SV ähnelten weitgehend dem, was bereits berichtet wurde.
  • Sekundäre Subgruppenanalysen ergaben einen potenziellen Nutzen von SV für Frauen und für Patienten mit niedrigerer erhaltener EF (≤ 57 %).

Studiendesign

  • 4.822 Patienten mit HI und einer EF von mindestens 45 % wurden per Zufallsverfahren einer Behandlung mit SV (97 mg Sacubitril plus 103 mg Valsartan zweimal täglich) oder Valsartan (Zieldosis: 160 mg zweimal täglich) zugewiesen.
  • Finanzierung: Novartis.

Einschränkungen

  • Die Befunde zu Subgruppen sollten als hypothesengenerierend betrachtet werden.

Zusätzlicher Hinweis