ESC 2019 — Aktualisierte Leitlinien zu Lungenembolien berücksichtigen auch Krebspatienten


  • Emily Willingham, PhD
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Die Leitlinien zu Lungenembolien (LE), die von der European Society of Cardiology (ESC) auf ihrem Kongress 2019 eingeführt wurden, enthalten Empfehlungen für Krebspatienten sowie eine Anleitung in Einzelschritten zur Diagnose einer akuten LE.
  • Die vollständigen Leitlinien sind hier verfügbar.
  • Ärzte können zudem hier auf eine Version im Taschenformat zugreifen oder die entsprechende App mit den Leitlinien der ESC herunterladen.

Warum das wichtig ist

  • Die Leitlinien heben auch hervor, wie der Schweregrad der LE beurteilt werden kann, was wichtig ist, da die Erkrankung oft übersehen oder unterschätzt wird und zum Tod führt, wie der Vorsitzende der für die Leitlinien verantwortlichen Arbeitsgruppe, Stavros Konstantinides, in einer Stellungnahme erklärte.

Wesentliche Höhepunkte

  • Neue Ergänzungen zu den Empfehlungen sind hier aufgeführt. 
    • Zu den neuen Empfehlungen der Klasse I gehören die Behandlung mit einem Vitamin-K-Antagonisten (VKA) auf unbestimmte Zeit beim Antiphospholipid-Antikörper-Syndrom sowie der Einsatz oraler Nicht-VKA bei geeigneten Patienten in der akuten Phase.
    • Neu enthalten sind Leitlinien zu geeigneten Medikamenten für Krebspatienten, die möglicherweise eine Therapie auf unbestimmte Zeit benötigen.
  • Änderungen gegenüber früheren Leitlinien sind hier aufgeführt. 
    • Darin enthalten ist eine Hochstufung der Empfehlung einer Notfalltherapie mit Thrombolytika bei einer hämodynamischen Verschlechterung, die sich jetzt in der Klasse I befindet.
    • Die D-Dimer-Bestimmung ist nun in der Klasse IIa im Rahmen des Ausschlussverfahrens bei einer Schwangerschaft oder nach einer Geburt, und in den Leitlinien wird ein spezieller diagnostischer Algorithmus für Schwangerschaften vorgeschlagen.
  • In den Leitlinien wird auch ein spezifischer Algorithmus für das Vorgehen bei einer LE mit hohem Risiko vorgeschlagen.
  • Außerdem gibt es einen Algorithmus zur Nachbeobachtung einer akuten PE . 
  • Nicht mehr gebräuchlich ist es, von einer „provozierten“ oder „nicht provozierten“ LE zu sprechen.
  • Eine Übersicht darüber, was zu tun und was zu unterlassen ist, ist hier verfügbar. 

Zusätzlicher Hinweis

  • Dieser Artikel enthält nur die wichtigsten Punkte; weitere Einzelheiten können Ärzte den vollständigen Leitlinien entnehmen.