ESC 2019 — 5 Hauptpunkte für die Primärversorgung


  • Emily Willingham, PhD
  • Conference Reports
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Leitlinien, nichts als Leitlinien

  • Angesichts der 5 Leitlinien, die aus der ESC 2019 hervorgegangen sind, sind für Hausärztinnen und -ärzte die Versionen im Taschenformat, die hier verfügbar sind, wohl am einfachsten zugänglich. 
  • Leitlinien von besonderem Interesse für die Primärversorgung: 
    • Management des chronischen Koronarsyndroms mit ersten Empfehlungen zur eingeschränkten Belastung durch Luftverschmutzung und Lärmbelästigung sowie mit einem wesentlichen Schwerpunkt auf Änderungen des Lebensstils.
    • Management von Diabetes und Prädiabetes bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ebenfalls mit Schwerpunkt auf Änderungen des Lebensstils zwecks Primärprävention und dualer Erstlinientherapie bei Hypertonie.
    • Aktualisierte Cholesterin-Leitlinien mit niedrigerem neuen Zielwert für den LDL-Cholesterin-Spiegel (Low-Density Lipoprotein):

Impfung gegen Grippe ... und Herzinfarkte?

  • Bei Patienten mit Hypertonie ist die jährliche Grippeimpfung mit einem um 18 % geringeren Todesrisiko verbunden.
  • Die Verfasser dieser dänischen Registerstudie fanden Rückgänge sowohl bei der Gesamtsterblichkeit als auch bei der kardiovaskulären Mortalität sowie bei akuten Myokardinfarkten und Schlaganfällen. 

Ein Diabetes-Medikament, das Todesfälle durch Herzversagen verringert

  • Das Publikum applaudierte spontan, als Forscher bekannt gaben, dass das Diabetes-Medikament Dapagliflozin mit einem reduzierten Risiko für Todesfälle oder Krankenhausaufenthalte infolge von Herzinsuffizienz in Verbindung gebracht wird – ob mit Diabetes oder ohne.

Täglich ein Aspirin schützt nicht vor Behinderungen

  • Bei gesunden älteren Patienten wirkte sich die tägliche Gabe von niedrig dosiertem Aspirin nicht auf das Überleben oder das behinderungsfreie Überleben aus, wie aus einer australischen Studie hervorging, aber das Blutungsrisiko war mehr als doppelt so hoch.
  • Die Verfasser kamen zum Schluss, dass Aspirin bei gesunden älteren Menschen über 70 Jahren zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht empfohlen werden sollte.

Hoher BMI in jungem Alter birgt große Risiken für das Herz

  • In einer Registerstudie mit fast 1,7 Millionen 18-jährigen Männern aus Schweden, die bis zu 46 Jahre lang beobachtet wurden, ergab sich ein Zusammenhang zwischen höherem BMI und dem Risiko eines Herzinfarkts vor dem 65. Lebensjahr.
  • Für Jugendliche mit den höchsten BMI-Kategorien war dieses Risiko mehr als verdreifacht.
  • Die Verfasser drängen auf eine frühe Prävention von Adipositas.