Erstlinientherapie bei CLL: teures Ibrutinib ergibt insgesamt Einsparungen gegenüber einer Chemoimmuntherapie

  • Emond B, et al.
  • Clinical Lymphoma, Myeloma and Leukemia
  • 16.08.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) war die Monotherapie mit Ibrutinib als Mittel der ersten Wahl mit einer längeren Zeit bis zur nächsten Behandlung (TTNT) assoziiert als eine Chemoimmuntherapie (CIT), einschließlich jener mit Bendamustin und Rituximab (BR).
  • Ibrutinib war somit unter Berücksichtigung aller medizinischen Kosten insgesamt mit Einsparungen assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Ibrutinib hat positive Ergebnisse im Vergleich zu Behandlungsschemata mit CIT gezeigt, gewisse Bedenken hinsichtlich der hohen Apothekenkosten von Ibrutinib bleiben jedoch bestehen.

Studiendesign

  • Studie zum Vergleich von TTNT und Kosten bei Patienten mit CLL, die sich als Mittel der ersten Wahl einer Monotherapie mit Ibrutinib (n = 322) oder einer CIT (n = 839) bzw. einer CIT mit BR (n = 455) unterzogen.  
  • Finanzierung: Janssen Scientific Affairs LLC

Wesentliche Ergebnisse

  • Nach 24 Monaten Nachbeobachtung wiesen die Patienten unter der Ibrutinib-Monotherapie im Vergleich zu den folgenden Therapien eine erheblich geringere Wahrscheinlichkeit auf, mit einer weiteren Therapielinie beginnen zu müssen:
    • CIT: HR: 0,54; 95 %-KI: 0,33–0,90; p = 0,0163.
    • BR: HR: 0,54; 95 %-KI: 0,32–0,92; p = 0,0208.
  • Patienten, die Ibrutinib als Erstlinientherapie erhielten, verbrachten weniger Tage im Monat mit ambulanten Besuchen: Ratenverhältnis von 0,75; p = 0,0200.
  • Ibrutinib war mit höheren Apothekenkosten assoziiert, diese wurden jedoch durch niedrigere medizinische Kosten deutlich aufgehoben, was zu durchschnittlichen monatlichen Gesamtkosteneinsparungen von 3.766 USD (p 

Einschränkungen

  • Bei Patienten, die Ibrutinib erhielten, ist es wahrscheinlicher, dass sie eine zytogenetisch ungünstigere Erkrankung hatten.