Erster internationaler Konsens zur Behandlung von fibromuskulärer Dysplasie


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Der erste internationale Konsens zur Diagnose und Behandlung von fibromuskulärer Dysplasie (FMD) wurde diese Woche in Vascular Medicine und dem Journal of Hypertension veröffentlicht. 

Das Konsensdokument wurde von einem Komitee internationaler Experten im Auftrag der Society of Vascular Medicine (SVM) und der Hypertonie- und Nieren-Arbeitsgruppe der Europäischen Gesellschaft für Hypertonie erstellt. 

Eine der wichtigen Empfehlungen lautet, dass mindestens eine fokale oder multifokale arterielle Läsion in der Bildgebung notwendig ist, um eine FMD-Diagnose zu stellen. 

Die Erklärung beinhaltet auch die Empfehlung, dass Patienten mit FMD unabhängig vom ursprünglichen Ort des beteiligten Gefäßbettes einer Bildgebung des Gehirn bis zum Becken zur Erkennung weiterer FMD-Areale sowie einem Screening auf okkulte Aneurysmen und Dissektionen unterzogen werden sollten.

Ferner sei eine Behandlung mit Thrombozytenaggregationshemmern (75–100 mg Aspirin pro Tag) sinnvoll, um thrombotischen und thromboembolischen Komplikationen vorzubeugen, sofern keine entsprechenden Gegenanzeigen vorliegen. 

Das Dokument bringt zwei frühere europäische und US-amerikanische wissenschaftliche Erklärungen zu dem Thema auf den neuesten Stand. Die Mitvorsitzende des Autorenkomitees und SVM-Präsidentin Dr. Heather Gornik sagte, das Komitee hoffe, der Konsens werde „von Ärzten als Quelle für alle modernsten und praxisbezogenen Informationen zu FMD genutzt, sei es, dass sie in Europa, in den Vereinigten Staaten oder sonstwo auf der Welt tätig sind“.