Erste Geburt nach robotergestützter Gebärmuttertransplantation


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Die Universität von Göteborg berichtet von der ersten Geburt eines Kindes nach einer robotergestützten Gebärmuttertransplantation im Rahmen ihres Forschungsprogramms zu Gebärmuttertransplantation an der ihr zugehörigen Sahlgrenska Academy. 

Das Kind wog 2.900 g, hatte eine Körperlänge von 48 cm und wurde nach 36 Schwangerschaftswochen mit einem geplanten Kaiserschnitt am Montag (08. April) geboren.

Die Mutter hatte sich im Oktober 2017 einer Gebärmuttertransplantation unterzogen. Die Spenderin, die Mutter der Empfängerin, wurde mittels robotergestützter Schlüsselloch-Chirurgie operiert und die Gebärmutter wurde mittels offener Chirurgie in die Empfängerin transplantiert. Die Forscher erwarten, dass sie in Zukunft in der Lage sein werden, Gebärmuttertransplantationen in Empfängerinnen mithilfe eines robotergestützten Schlüsselloch-Verfahrens durchzuführen.

Das Kind ist das neunte, das in Schweden nach einer Gebärmuttertransplantation geboren wird, und das erste in dem „Roboterprojekt“, wie die Forscher es nennen. „Das ist ein extrem wichtiger Schritt hin zur Entwicklung der Chirurgie zur Gebärmuttertransplantation und deren Sicherheit“, sagte Mats Brännström, Professor für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Sahlgrenska Academy, der dort die Forschung leitet. „Wir zeigen zum ersten Mal, dass das weniger invasive robotergestützte chirurgische Verfahren praktikabel ist.“

Bis heute wurden weltweit insgesamt 15 aus einer transplantierten Gebärmutter stammende Babys geboren.