ERS 2020 — In-utero-Schwermetallexposition mit Risiko für Asthma und allergische Erkrankungen im Kindesalter verknüpft


  • Pavankumar Kamat
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Feten, die Schwermetallen ausgesetzt sind, können ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Asthma und allergischen Erkrankungen in der Kindheit tragen.
  • Die Ergebnisse sind besonders wichtig in Bezug auf Cadmium, das in Batterien und Pigmenten weiterhin weitreichend eingesetzt wird und auch eine Komponente von Tabakrauch ist. 

Warum das wichtig ist

  • Es ist bekannt, dass sich die Exposition gegenüber Schwermetallen selbst bei niedrigen Dosen schädlich auf die Gesundheit auswirkt. Allerdings ist wenig über ihre Rolle in der frühen Kindheit bekannt, insbesondere in Bezug auf Asthma und Allergien. 

Studiendesign

  • Kinder aus der französischen EDEN-Geburtskohorte wurden jährlich bis zum Alter von 8 Jahren nachbeobachtet. 
  • Die Konzentrationen von Schwermetallen wurden während der Schwangerschaft im Blut der Mutter (n = 706) und im Nabelschnurblut (n = 658) bestimmt.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt. 

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Inzidenzraten (pro 1.000 Jahre) im Alter von 8 Jahren waren wie folgt:
    • Asthma: 29,5 (95%iges KI: 24,1–35,0),
    • allergische Rhinitis: 38,6 (95%iges KI: 32,3–44,9),
    • Ekzem: 100,1 (95%iges KI: 88,5–111,8) und
    • Nahrungsmittelallergie: 18,9 (95%iges KI: 14,6–23,2).
  • Die durchschnittlichen Cadmiumkonzentrationen betrugen im Blut der Mütter und im Nabelschnurblut 0,8 µg/l bzw. 0,5 µg/l.
  • Höhere Cadmiumkonzentrationen im Nabelschnurblut (> 0,7 µg/l) waren mit einem erhöhten Risiko für Asthma in der Kindheit (HR pro 1 Zunahme in der Standardabweichung [SD]: 1,24; 95%iges KI: 1,02–1,51) und für Nahrungsmittelallergie (HR pro 1 Zunahme in der SD: 1,44; 95%iges KI: 1,13–1,83) assoziiert.
  • Höhere Konzentrationen von Mangan im Blut der Mutter (> 1,1 µg/l) waren mit einem erhöhten Risiko für Ekzeme assoziiert (HR pro 1 Zunahme in der SD: 1,14, 95%iges KI: 1,04–1,26).

Expertenkommentar

Prof. Isabella Annesi-Maesano, die die Studie präsentierte, sagte: „Unsere Studie sagt uns nicht, warum dies der Fall sein könnte, aber es könnte sein, dass Cadmium das sich entwickelnde Immunsystem des Babys beeinträchtigt, und wir glauben, dass dies eine Auswirkung auf dessen allergische Reaktionen in der Kindheit haben kann.“