ERS 2020 — Hoch dosiertes Indacaterol/Glycopyrronium/Mometason senkt Asthma-Exazerbationen vs. mittlere Dosis


  • Sarfaroj Khan
  • Conference Reports
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Einmal täglich hoch dosiertes Indacaterolacetat (IND) / Glycopyrroniumbromid (GLY) / Mometasonfuroat (MF) reduzierte bei Patienten mit unkontrolliertem Asthma, die aktuell mit einer Inhalationstherapie behandelt werden, im Vergleich zu einer mittleren Dosis die annualisierte Rate mäßiger oder schwerer Asthma-Exazerbationen um 21 % und schwerer Exazerbationen um 31 %.
  • Sowohl mittlere als auch hohe IND/GLY/MF-Dosen wurden nach 52 Behandlungswochen gut vertragen.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse sprechen für das Potenzial von hoch dosiertem IND/GLY/MF als wirksame Behandlungsoption zur weiteren Verringerung von Asthma-Exazerbationen bei Patienten mit unkontrolliertem Asthma.

Studiendesign

  • IRIDIUM war eine 52-wöchige, randomisierte, kontrollierte Phase-III-Studie mit 3.092 Patienten mit unkontrolliertem Asthma.
  • Die Patienten wurden in einem Verhältnis von 1 : 1 : 1 : 1 : 1 randomisiert und erhielten entweder IND/GLY/MF in einer mittleren Dosis (150/50/80 µg), IND/GLY/MF hoch dosiert (150/50/160 µg), IND/MF in einer mittleren Dosis (150/160 µg), IND/MF hoch dosiert (150/320 µg) oder Salmeterol/Fluticason hoch dosiert (50/500 µg).
  • In dieser Post-hoc-Analyse von IRIDIUM wurde die Verringerung von Exazerbationen mit IND/GLY/MF bei hoher vs. mittlerer Dosis über 52 Wochen beurteilt.
  • Finanzierung: IRIDIUM wurde von Novartis finanziert.

Wesentliche Ergebnisse

  • Hoch dosiertes IND/GLY/MF zeigte vs. einer mittleren Dosis eine klinisch bedeutsame Verringerung der annualisierten Rate von:
    • mäßiger oder schwerer Exazerbation (Ratenverhältnis [RR]: 0,79; 95 %-KI: 0,64–0,97; p = 0,026);
    • schwerer Exazerbation (RR: 0,69; 95 %-KI: 0,54–0,88; p = 0,003).
  • Die höhere Dosis reduzierte ebenfalls die annualisierte Rate aller Exazerbationen (leicht/mäßig/schwer) um 14 %, war jedoch statistisch nicht signifikant (RR: 0,69; 95 %-KI: 0,71–1,05; p = 0,132).
  • In der IND/GLY/MF-Hochdosisgruppe lag die Anzahl der Patienten, die mäßige oder schwere, schwere oder alle Ausprägungen von Exazerbationen erlitten, bei 30,2 %, 21,8 % bzw. 40,2 % und in der IND/GLY/MF-Gruppe mit mittlerer Dosis bei 32,6 %, 24,5 % bzw. 40,3 %.
  • Beide Dosen wurden gut vertragen. Unerwünschte Ereignisse (UE) (Inzidenzrate [IR]: 9,2 vs. 8,4 pro 100 Patientenjahre) und schwerwiegende UE (IR: 8,2 vs. 8,8 pro 100 Patientenjahre) waren zwischen den Gruppen mit hoher und mittlerer Dosis vergleichbar.

Einschränkungen

  • Post-hoc-Analyse.