ERS 2020 — COVID-19-Überlebende weisen nach Entlassung über Wochen hinweg strukturelle Lungenanomalien auf


  • Deepa Koli
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • COVID-19-Überlebende weisen noch Wochen nach der Genesung anhaltende Lungenbeeinträchtigungen auf, die sich mit der Zeit bessern.

Warum das wichtig ist

  • Obwohl bei 30 % der Überlebenden nach dem Ausbruch eines schweren akuten Atemwegssyndroms-1 über Monate hinweg strukturelle Lungenanomalien vorliegen, sind keine strukturbezogenen Verlaufskontrolldaten für Patienten verfügbar, die von COVID-19 genesen sind.

Studiendesign

  • Studie mit 86 Patienten (mittleres Alter: 61 Jahre), die nach einer moderaten bis kritischen COVID-19-Erkrankung wieder genesen sind und in den Wochen 6, 12 und 24 nachuntersucht wurden.
  • Bei jedem Nachuntersuchungstermin wurden eine klinische Untersuchung, Laboruntersuchungen, eine Blutgasanalyse, Lungenfunktionstests, ein Thorax-CT und eine Echokardiographie durchgeführt.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 48 % der Patienten hatten eine Rauchervorgeschichte.
  • In den Wochen 6 und 12 nach der Entlassung:
    • wiesen 47 % bzw. 39 % der Patienten eine Dyspnoe auf,
    • wiesen 28 % bzw. 19 % der Patienten eine gestörte forcierte Vitalkapazität auf,
    • wiesen 33 % bzw. 22 % der Patienten eine geringe Diffusionskapazität der Lunge für Kohlenmonoxid auf,
    • hatten 88 % bzw. 56 % der Patienten im CT COVID-19-bedingte Anomalien.
    • Der CT-Schwereindex verbesserte sich von 8 auf 4 Punkte.
  • Muster pathologischer CT-Befunde:
    • Milchglastrübung: 88 %,
    • Retikulierung: 63 %,
    • Konsolidierung: 10 %,
    • Bronchiektase: 13 %.

Einschränkungen  

  • Beobachtungsstudie.