ERS 2020 — Asthma: übermäßige Verschreibung der LAMA-Monotherapie besorgniserregend


  • Pavankumar Kamat
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Langwirksame Muskarinrezeptor-Antagonisten (LAMA) werden bei Patienten mit Asthma häufig als Monotherapie verschrieben und sind mit einem erhöhten Risiko für Exazerbationen assoziiert. 
  • Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, die Anwendung von inhalativen Kortikosteroiden (ICS) bei der Verschreibung von LAMA zu überprüfen.

Warum das wichtig ist

  • LAMA sind bei Asthmapatienten als Zusatzbehandlung indiziert, ihre alleinige Anwendung bleibt umstritten.

Studiendesign

  • ALPACA-Studie: Eine Kohortenanalyse in der Integrated-Primary-Care-Information-Datenbank umfasste Patienten mit Asthma im Alter von 6–50 Jahren (n = 66.508), die während der Nachbeobachtung eine LAMA-Therapie erhielten. 
  • Die Behandlung wurde in eine LAMA-Monotherapie, eine Zweifachtherapie (LAMA + ICS) oder Dreifachtherapie (LAMA + ICS + langwirkender Beta-Agonist) eingeteilt.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 38,7 % der Patienten waren LAMA-Monotherapie-Anwender, 15,4 % Doppeltherapie-Anwender und 46,0 % Dreifachtherapie-Anwender.
  • Unter den LAMA-Anwendern hatten jene, die eine Monotherapie erhielten, verglichen mit denjenigen, die eine Doppeltherapie erhielten, ein relatives Risiko von 1,58 (95 %-KI: 0,52–4,77; p = 0,42) für eine schwere Asthma-Exazerbation. 
  • Nach Ausschluss von Dreifachtherapie-Anwendern stieg das relative Risiko für schwere Exazerbationen auf 5,72 an (95 %-KI: 1,39–23,62; p = 0,02).
  • Andere Risikofaktoren für schwere Exazerbationen waren bei allen LAMA-Anwendern weibliches Geschlecht (relatives Risiko [RR]: 1,63; 95 %-KI: 1,10–2,42; p = 0,016) und frühere Exazerbationen in der Vorgeschichte (RR: 1,81; 95 %-KI: 1,63–2,00; p 

Einschränkungen

  • Beobachtungsstudie.