ERS 2019 – Fortschritte bei COPD und Asthma. JAMA und das JAMA-Netzwerk


  • Eliana Mesa
  • Conference Reports
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Die Sicherheit und Wirksamkeit lang wirkender muskarinischer Antagonisten wurde bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) untersucht. Die multizentrische, randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Studie ASCENT-COPD evaluierte die Wirkung von Aclidiniumbromid auf schwerwiegende unerwünschte Herz-Kreislauf-Ereignisse (major adverse cardiovascular events, MACE) und Exazerbationen bei Hochrisiko-Patienten mit COPD. Der primäre Endpunkt war die Zeit bis zum ersten MACE im Verlauf von 3 Jahren. Der erste Wirksamkeitsendpunkt war die jährliche COPD-Exazerbationsrate während des ersten Behandlungsjahres. Die Ergebnisse zeigten, dass Aclidinium bei COPD-Patienten mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko Placebo nicht unterlegen war in Bezug auf das MACE-Risiko über 3 Jahre. Auch die Rate mäßig bis schwerer COPD-Exazerbationen im ersten Jahr war verringert.

Eine randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Studie (n = 118) untersuchte die Wirkung von Dexamethason (4 mg oral zweimal täglich) auf die nächtliche Sauerstoffversorgung von COPD-Patienten aus dem Flachland, die sich auf eine Höhe von 3.100 Metern begaben. Das primäre Outcome war der Unterschied in der höhenbedingten nächtlichen Sauerstoffsättigung in 3.100 Metern Höhe zwischen Patienten unter Dexamethason und Patienten unter Placebo. Weitere Outcomes waren Apnoe/Hypopnoe, subjektive Schlafqualität und klinische Evaluierungen. Die Ergebnisse zeigten, dass die präventive Gabe von Dexamethason bei COPD-Patienten aus dem Flachland in Zentralasien, die in große Höhen reisten, die nächtliche Sauerstoffsättigung, Schlafapnoe und die subjektive Schlafqualität verbesserte.

Der letzte Vortrag präsentierte eine randomisierte, placebokontrollierte Studie zur Evaluierung der Wirkung einer hochdosierten Vitamin D-Supplementierung während der Schwangerschaft auf die Entwicklung von Asthma bei Kinder im Alter von 6 Jahren. Frauen wurden in Woche 24 der Schwangerschaft randomisiert und erhielten zusätzlich zu der empfohlenen Einnahme von 400 IE Vitamin D pro Tag entweder 2.400 IE Vitamin D pro Tag oder Placebo. 545 Kinder dieser Mütter wurden im Alter von 6 Jahren untersucht. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede in den Outcomes für die Lungenfunktion, bronchiale Reaktivität, Stickstoffgehalt in der Ausatmungsluft, allergische Sensibilisierung oder Rhinitis.